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Visuelle Farbklänge im alten Sarner «Hüetlibau»

Der alte Hüetlibau mit seinen hohen, lichterfüllten Räumen besitzt alle Voraussetzungen für eine Kunstgalerie. Diese Vorzüge darf nun als erster Künstler Josef Gnos für die Präsentation seiner Werke nutzen.
Romano Cuonz
Josef Gnos vor einem seiner Werke in den «Hüetli»-Räumen. (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 28. Juni 2018))

Josef Gnos vor einem seiner Werke in den «Hüetli»-Räumen. (Bild: Romano Cuonz (Sarnen, 28. Juni 2018))

«Das Werk von Josef Gnos dürfen wir als symphonisch bezeichnen, weil es gleich mehrere Register bildnerischer Gestaltung umfasst», sagte Adrian Hossli anlässlich der ersten Vernissage am vergangenen Donnerstag in den Räumen der Pro Senectute, ganz oben in der ehemaligen Sarner Strohhutfabrik. Tatsächlich haben für die erste Ausstellung in dieser für Sarnen ebenso neuen wie alten «Galerie» mehrere Personen in geradezu vorbildlicher Harmonie miteinander zusammengearbeitet. Da ist zum ersten die Leiterin Claudia Dillier-Küchler, die die Idee hatte, die vielen Wände und verwinkelten Gänge mit Kunst zu bespielen.

Und zum zweiten Tide Zihlmann, ein Schreiner mit dem Kunstauge, der eine solche Ausstellung sorgfältig zu gestalten versteht. Und da ist – im Mittelpunkt – der Musiker, Dirigent, Musikpädagoge und heute leidenschaftliche Künstler Josef Gnos, der auf Anfrage gerne zusagte und dann eine ebenso vielfältige wie imposante Auswahl von Bildern zur Verfügung stellte.

Eloquent führte Adrian Hossli die Besucher durch die verschiedenen Räume, von Werk zu Werk, und stellte dabei auch die Techniken vor, die Josef Gnos – sehr häufig im Atelier im piemontesischen Ameno – bei seiner künstlerischen Arbeit anwendet. Da ist zum ersten das Aquarell, das einfühlsam, stimmungsvoll und immer sehr sorgfältig Naturbeobachtungen wiedergibt. In diesen Werken dominiert vor allem die heimische Bergwelt. Experimentell, thematisch offener und abstrakter – so Hossli – versuche sich der Künstler in Öl, Acryl, Eitempera und Mischtechnik. In vielen dieser Bildkompositionen würde Musik mitschwingen: Farbklänge werden sichtbar. Unterschiedliche Tempi angeschlagen: Forte wechselt mit Piano. Strenge geometrische Konstellationen – sehr schön zu sehen in der Litho «Streifen senkrecht» – lösen sich auf und zerfliessen in unendlichen Weiten des Gesamtkunstwerks.

Hossli umschrieb diese Arbeit des Künstlers mit folgenden Worten: «Fassbares wird unfassbar. Der Pinselstrich wird zur Lasur. Farbflecken ersetzen den Gegenstand. Das Bild wird zur Partitur.»

«Bilder sind leicht zugänglich»

Weitere Register – wohl jene, die Josef Gnos mit besonderer Virtuosität zu ziehen versteht – sind die Lithografie und das druckgrafische Werk. Da dirigiert der Musiker etwa auf porösem Solnhofer Kalkstein das ganze Orchester der lithografischen Farbklänge. Ja, die Lithografie ist die eigentliche Herausforderung für diesen Dirigenten im Kunstatelier. «Die Bilder von Gnos sind leicht zugänglich und verständlich, weil man sie nicht nur sehen, sondern förmlich hören kann», sagte Adrian Hossli. Die erste Ausstellung in der Pro Senectute ist geglückt. Weitere sollen folgen, so das Versprechen von Claudia Dillier.

Malereien & Lithografien von Josef Gnos. Pro Senectute Obwalden. Marktstrasse 5, Sarnen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 8 – 11.30 Uhr. Dauer der Ausstellung bis November 2018.

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