Volk lehnt Neubau beim Bahnhof Giswil ab

In Giswil muss der Gemeinderat über die Bücher: Das Stimmvolk verwirft die geplante Zentrumsüberbauung deutlich.

Drucken
Teilen
In der Verlängerung zum Bahnhof Giswil entsteht die neue Zentrumsüberbauung. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue OZ)

In der Verlängerung zum Bahnhof Giswil entsteht die neue Zentrumsüberbauung. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue OZ)

In der Verlängerung zum Bahnhof Giswil entsteht die neue Zentrumsüberbauung. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue OZ)

In der Verlängerung zum Bahnhof Giswil entsteht die neue Zentrumsüberbauung. (Bild: Archiv Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Die Giswilerinnen und Giswiler wehrten sich gegen den Kauf von Räumlichkeiten für die Gemeindeverwaltung im Rahmen der Zentrumsüberbauung in der Höhe von 3,686 Millionen Franken mit 830 Nein- zu 556 Ja-Stimmen (59,9 Prozent) deutlich. Die Stimmbeteiligung lag bei 54,8 Prozent.

Die Vorlage des Gemeinderates ist trotz gewichtiger Anpassungen gegenüber der ersten Variante auch im zweiten Anlauf gescheitert. Bereits am 17. Juni hatte sich das Stimmvolk zur Zentrumsüberbauung geäussert. Fast 58 Prozent der Stimmberechtigten entschieden sich gegen das 6,2 Millionen Franken teure Projekt. In der Nähe des Bahnhofs hätten 1300 Quadratmeter grosse Räume für die Verwaltung entstehen sollen. Das abgespeckte Projekt kostet «nur» noch rund 3,7 Millionen. Hauptunterschied: Nur noch der zentrale Bereich für die Gemeindeverwaltung wird als Kernstück gekauft, Nebenräume und Garage werden zugemietet. Die Finanzierung erfolgt laut Botschaft ohne Steuererhöhung.

Der Gemeinderat von Giswil bedauert in einer Mitteilung die Entscheidung des Stimmvolks, akzeptiert aber die deutliche Meinung des Stimmvolks. Er wird nun die nötigen Planungsschritte zur Schaffung neuer Räumlichkeiten für die Gemeindeverwaltung in die Wege leiten und den Planungskredit im Frühling 2013 dem Volk zur Genehmigung unterbreiten.

Die Vorlage war im Vorfeld höchst umstritten. Die beiden Lager bekämpfen sich mit Flugblättern. Befürworter argumentieren mit einer harmonischen Entwicklung des Dorfes, der Möglichkeit, gutes Gewerbe nach Giswil zu holen, und befürchten, dass bei einem Nein die Chance für ein Gemeindehaus beim Bahnhof endgültig vorbei ist und es eine negative Kettenreaktion bei der Ortsentwicklung gibt. Ein anonymes Komitee warf der Gemeinde Salamitaktik vor.

rem

Reaktionen lesen Sie am 26. November in der Neuen OZ und im E-Paper.

So hätte die neue Überbauung aussehen sollen. (Bild: Eberli Generalunternehmung AG)

So hätte die neue Überbauung aussehen sollen. (Bild: Eberli Generalunternehmung AG)