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Volks- und Folk-Musik unplugged in Sarnen

Open-Air-Stimmung vom Feinsten auf dem Landenberg. Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei am ersten «Unplugged»-Festival.
Patricia Helfenstein
«Famous October» zum Auftakt: Rene Coal Burrell und seine Frau Sarah Bowmann eröffneten das Festival mit einfühlsamen Indie-Folk- Darbietungen. Bild: Patricia Helfenstein (Sarnen, 24. August 2019)

«Famous October» zum Auftakt: Rene Coal Burrell und seine Frau Sarah Bowmann eröffneten das Festival mit einfühlsamen Indie-Folk- Darbietungen. Bild: Patricia Helfenstein (Sarnen, 24. August 2019)

Rund 600 Musikbegeisterte zog es am Samstag auf den Landenberg ob Sarnen. «Wir wollen keine rauschende Party feiern, sondern ein Musikfestival mit viel Ambiente bieten, welches zum Verweilen einlädt.» Dies die Worte des OK-Präsidenten des Landäbärg Unplugged Festivals, Christian Isler. Das Vorhaben wurde perfekt umgesetzt. So bunt gemischt wie das Publikum waren auch die Stilrichtungen der Musik. Die Stimmung war ausgelassen, fröhlich, gemütlich, bodenständig und doch beflügelt. Bei der ganzen Lockerheit, die den Anlass prägte, war doch die Professionalität der Organisation ersichtlich.

Die breite Musikpalette bot für jeden etwas

Den musikalischen Auftakt machten Famous October. Rene Coal Burrell, seinesgleichen Betriebsleiter des Chäslagers in Stans, und dessen Ehefrau Sarah Bowmann, gebürtige New Yorkerin traten als Indie-Folk-Duo zusammen auf. Burrell erreichte nationale Anerkennung als einer der ersten Alt-Country-Künstler der Schweiz. Er durfte schon Konzerte für Neil Young, ZZ Top und Amy Winehouse eröffnen.

Das Trio Fidelio (Hans Blum, Peter Berchtold und Christoph Blum) leitete in die volkstümliche Musik über. Die drei Giswiler spielten ausschliesslich Eigenkompositionen und konnten damit auch Gäste begeistern, die nicht unbedingt wegen der Volksmusik ans Festival gekommen waren.

Die Musik des Luzerner Quartetts À La Django, bestehend aus Naima Gürth, Helen Maier, Florian Haug und Dave Hasler, kam jazzig daher und lud zum Tanzen ein.

Musikalische Grenzreise Stanserhorn bis Graustock

«Ishantu», die Singer-Songwriterin aus Sachseln (ihr eigentlicher Name ist Denise Huser), deren Musik geprägt ist von Soul- und Folk-Einflüssen, sang sich mit ihrer melancholisch-eindringlichen Stimme in die Herzen des Publikums. Lauter wurde es mit der Tin Shelter Crew. Die vier Luzerner Christian Winiker, Flo Respondek, Greg Scherrer und Simon Gautsch spielten energiegeladenen Blues-Rock. Das Echo-Quintett hatte sich mit dem Projekt Borderlines/Grenzbetrachtungen zum Ziel gesetzt, die 20 Kilometer lange Grenzlinie von Ob- und Nidwalden zwischen dem Stanserhorn und dem Graustock musikalisch zu vertonen. Dabei wurde der Obwaldner Jazz-Musiker Roland von Flüe von Julian von Flüe, Marcel Vogler, Tony Renold und Simon Iten unterstützt. Der Luzerner Christov Rolla mit seinen wortgewandten Chansons in deutscher Sprache sang vom Scheitern, von Liebe, von Krieg und Politik.

Spontan holte er für eines seiner Lieder den aus Apulien stammenden Sänger Antonio Cerfeda auf die Bühne. Zusammen sangen sie ein Stück, in dem es um das Leben als Ausländer in der Schweiz ging. Der charmante Italiener überzeugte in dieser Formation genau so wie als Teil des Quartetts Cerfeda, eine Musikgruppe aus Luzern, welche nebst dem Namensgeber Cerfeda aus Pascal Galeone, Urs Kummer und Stefan Mattig besteht. Ihre Volksmusik brachte das süditalienische Flair auf den Landenberg.

Während sich die Formationen am Nachmittag einzeln in Szene setzen konnten, wurde es am Abend auf der Bühne bunt gemischt. Dieses harmonische musikalische Zusammenspiel in der lauen Sommernacht bot nochmals einen ganz besonderen Höhepunkt.

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