VOLKSKULTUR: Afrika und Nidwalden am «Obwald»

Das Volkskulturfest «Obwald», das in seiner vierten Ausgabe Anfang Juli in Giswil gefeiert wird, präsentiert das neue Programm - und wartet damit auch mit fernen Tönen auf.

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Die Gruppe Trafa de Botosani aus Rumänien am zweiten «Obwald».(Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Die Gruppe Trafa de Botosani aus Rumänien am zweiten «Obwald».(Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Wie der Trägerverein mitteilt, treten wie in früheren Jahren neben Obwaldner Formationen auch Musikgruppen aus einem Gastkanton und aus dem Ausland auf. Die Gäste kommen für einmal von ganz nah und von ganz fern. Während mit Nidwalden der historisch und kulturell am meisten mit Obwalden verbundene Kanton eingeladen ist, kommt das Gastland erstmals von einem anderen Kontinent, von der ostafrikanischen, sagenumwobenen Insel Sansibar.

Sansibar ist die Heimat der Taraab-Musik. Für die Einwohner Sansibars ist sie eine besonders intensive Ausdrucksform des Lebensgefühls. Der lässige Klang des Taraab wurde während Jahrhunderten vom musikalischen und dichterischen Austausch über den Indischen Ozean und von der Kultur der Kolonialmächte geprägt. Es entstand ein einmaliger und faszinierender Mix aus traditionellen Swahili-Weisen, klassischer europäischer Musik, Melodien ägyptischer und indischer Filme und westlicher Populärmusik.

Nidwalden gehört seit Jahrzehnten zu jenen Kantonen, die immer wieder mit herausragenden Volksmusikformationen aufwarten. Einer der Höhepunkte aus Nidwaldner Sicht bildet der gemeinsame Auftritt des Jodlerklubs Heimelig Buochs mit dem Nidwaldner Bläserensemble unter der Leitung von Emil Wallimann.

kst