VOLKSKULTURFEST: Obwald widmet sich den Hirtenliedern

Das Volkskulturfest Obwald bei Giswil vereint in seiner neunten Ausgabe Älpler- und Hirtenlieder aus dem fernen Mexiko, aus Freiburg und dem nahen Lungern. Der Festivalleiter erfüllt sich damit einen langjährigen Traum.

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Die Obwaldner Bödälär am Volkskulturfest Obwald 2013. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Die Obwaldner Bödälär am Volkskulturfest Obwald 2013. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue OZ)

Das Volkskulturfest Obwald beginnt am Donnerstag und dauert bis Sonntag. Es findet auf der Waldlichtung Gsang bei Giswil unweit des Sarnersees statt. Das Festival ist praktisch ausgebucht. Eintrittskarten sind noch für den Sonntag erhältlich.

Die Spezialität von Obwald ist es, lokale Folklore mit fremder zu verknüpfen und so Gemeinsamkeiten aufzuspüren. Am diesjährigen Fest treten Formationen aus Lungern, dem Kanton Freiburg und dem mexikanischen Hochland auf.

Vor vierzig Jahren entdeckte Festivalleiter Martin Hess für sich auf einer Reise durch Mexiko bei Veracruz die Hirtenklänge des Son Jarocho. Im Januar dieses Jahres reiste er zurück und lud zwei Formationen der Stilrichtung für das Volkskulturfest in die Zentralschweiz ein, wie er im Programm schreibt.

Die Musik der Hochlandbauern ist geprägt vom Leben und Sterben, Freuden und Leiden. Ihre Lieder begleiten die Campesinos mit Saiteninstrumenten und einem Quijada, dem Kieferknochen eines Esels.

Daneben ist auf der Waldlichtung in Giswil auch das Eintreiblied "Ranz des vaches" der Freiburger Armaillis zu hören. Und nach achtjährigen Bemühungen tritt dieses Jahr erstmals auch die Lungerer Älplerchilbi Musik auf. Weiter auf dem Programm finden sich mehrere Jodelformationen aus Obwalden.

sda

HINWEIS
Weitere Infos unter www.obwald.ch