VOR WAHLEN: CVP sucht Rezepte für Gemeinderäte

Sollten Gemeinden nicht fusionieren? Sind Räte im Nebenamt zeitgemäss? Auf solche Fragen suchte die CVP Obwalden Antworten.

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Sachselns Gemeindepräsidentin Margrit Freivogel schilderte an der CVP-Veranstaltung ihren politischen Alltag. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

Sachselns Gemeindepräsidentin Margrit Freivogel schilderte an der CVP-Veranstaltung ihren politischen Alltag. (Bild Corinne Glanzmann/Neue OZ)

In einem Monat werden in Obwalden die Gemeinderäte neu gewählt. Darum sei jetzt der richtige Zeitpunkt, um im Hinblick auf die nächsten Wahlen im Jahr 2012 bezüglich der Organisation der Gemeinden etwas ins Rollen zu bringen, sagte Bruno von Rotz, Präsident der CVP Kerns, an einer Veranstaltung der kantonalen CVP in Sarnen. So könnten sich die neu zusammengesetzten Räte in den nächsten Jahren mit möglichen Reformen befassen. Fakten lägen nun auf dem Tisch, dank einem Papier, das eine Arbeitsgruppe aus Behörden- und Parteivertretern erarbeitet hat.

Arbeitgeber legen sich quer
Die Ergebnisse der Arbeit wurden in Sarnen vor knapp 50 Anwesenden, darunter vor allem zahlreiche Gemeinderatskandidaten, auch ausserhalb der CVP, vorgestellt. Es sei wegen gesellschaftlicher Veränderungen nicht mehr so einfach, Personen für öffentliche Ämter zu motivieren, sagte CVP-Kantonalpräsident Patrick Imfeld. Ferner seien viele Arbeitgeber nicht mehr bereit, ihren Mitarbeitern Zeit für solche Ämter zu lassen. Schliesslich seien die Räte in Obwalden sehr unterschiedlich bezahlt, etwas, was man bei Reformprojekten auf jeden Fall hinterfragen müsse. Denn «wollen wir langfristig qualitativ gute Ratsmitglieder, muss auch das Honorar entsprechend sein». Patentlösungen für die Organisation einer Gemeinde gebe es allerdings nicht. Wichtig sei auf jeden Fall, dass bei Reformen «möglichst viele Betroffene miteinbezogen werden, damit eine breite Akzeptanz erzielt werden kann». Keine Notwendigkeit sieht Imfeld für Fusionen, die Gemeinden hätten «eine ideale Grössenstruktur».

Markus von Rotz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.