VORMUNDSCHAFT: Obwalden trifft Massnahmen gegen Überlastung

Auch die Obwaldner Regierung ergreift Sofortmassnahmen, um den Pendenzenberg bei der neuen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) abzutragen, und stellt zusätzliches Personal ein. Die Behörde musste im ersten Jahr deutlich mehr Fälle bearbeiten als angenommen.

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Die kantonale Behörde hilft vor allem auch Kindern,
die Schutz brauchen. (Bild: Keystone)

Die kantonale Behörde hilft vor allem auch Kindern, die Schutz brauchen. (Bild: Keystone)

Der Regierungsrat bewilligte bis Ende 2015 drei zusätzliche Stellen. Eine bereits im Sommer 2013 zusätzlich geschaffene Stelle wird bis 2015 verlängert, teilte die Obwaldner Staatskanzlei am Donnerstag mit.

Derzeit arbeiten für die KESB in Obwalden drei Behördenmitglieder und acht Mitarbeiter von unterstützenden Diensten. Neben zusätzlichem Personal sollen auch Arbeitsabläufe optimiert werden.

Die KESB ist seit dem 1. Januar 2013 anstelle der früheren Vormundschaftsbehörden für die Prüfung und Anordnung von Massnahmen im Kindes- und Erwachsenenschutz zuständig. Innerhalb des ersten Jahres habe die Zahl der Fälle um 77 Prozent zugenommen, heisst es in der Mitteilung.

173 Gefährdungsmeldungen sind 2013 neu hinzugekommen. Insgesamt musste die KESB 1121 Geschäfte bearbeiten. Davon wurden 804 Fälle als pendent ins laufende Jahr übernommen.

Das Sicherheits- und Justizdepartement wird einen Zwischenbericht zur Entwicklung bei der KESB erstellen. Es will zudem vorschlagen, entsprechende gesetzliche Anpassungen vorzunehmen. (sda)