Wachstum bei der Zentralbahn setzt sich fort

In den Monaten Januar bis September reisten knapp 13 Prozent mehr Fahrgäste mit der Zentralbahn als in der gleichen Periode im Rekordjahr 2014. Die Strecke Luzern-Interlaken wächst dabei mit knapp 20 Prozent am stärksten.

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Auch der Luzern-Engelberg Express konnte bei den Passagierzahlen zulegen. (Bild: pd / Zentralbahn)

Auch der Luzern-Engelberg Express konnte bei den Passagierzahlen zulegen. (Bild: pd / Zentralbahn)

Bereits 2014 konnte die Zentralbahn ein absolutes Rekordjahr mit einer Zunahme von 26 Prozent der Fahrgäste vermelden. Dieser Trend geht auch im Jahr 2015 weiter: In den ersten neun Monaten konnte die Zentralbahn gegenüber der gleichen Periode im 2014 wiederum 12,9 Prozent mehr Fahrgäste in den Zügen begrüssen, heisst es in einer Medienmitteilung der Zentralbahn (zb) vom Dienstag.

Wachstum auf allen Strecken

Am stärksten wuchs der Luzern-Interlaken Express mit 19,9 Prozent, gefolgt von der S4 (Luzern- Stans/Wolfenschiessen) mit 9,9 Prozent. Der Luzern-Engelberg Express verzeichnete eine Zunahme von 7,7 Prozent, die S5 (Luzern Giswil) 4,1 Prozent und der Regio Süd (Meiringen-Interlaken) 2,2Prozent. Die Verstärkungszüge während den Pendlerzeiten S44 und S55 legten ebenfalls über 7 prozent zu.

«Sicher hat das tolle Sommerwetter seines dazu beigetragen», meint Renato Fasciati, Geschäftsführer der Zentralbahn. «Wir sind aber auch überzeugt, dass die breite Vermarktung, das neue Rollmaterial und der aktuelle Fahrplan die Kundinnen und Kunden überzeugen und sie so vermehrt zur Arbeit oder für ihren Ausflug die Zentralbahn nutzen.»

Mehr Feriengäste aus Asien

Besonders stark zugenommen hat das Wachstum von internationalen Feriengästen, insbesondere aus Asien. Alleine im Gruppengeschäft hat sich die Zahl der Fahrgäste von Luzern über den Brünig nach Interlaken auf rund 140‘000 Passagiere verdoppelt. «Diese Gäste sind für uns sehr wichtig, da sie ihre Reise frühzeitig buchen und somit auch bei schlechtem Wetter reisen», betont Fasciati. «Sie bringen deshalb eine zunehmend gute Auslastung auch bei Nebenverkehrszeiten.»

Die grosse Fahrgastzunahme stellt die Zentralbahn aber auch vor Herausforderungen. «Wir können unsere Züge leider nicht einfach verlängern oder mehr Züge einsetzen, da die Perronlängen an den Haltestellen sowie das grösstenteils einspurige Streckennetz dies nicht zulassen», meint Fasciati. «Umso mehr ist der Doppelspurausbau in Sarnen, bei der Einfahrt in den Bahnhof Luzern sowie zwischen Hergiswil Schlüssel und Matt essentiell», so Fasciati.

pd/zim