WAHLEN: CVP und FDP im Rennen – SVP gibt auf

Im Rennen um den Obwaldner Ständeratssitz und die Nachfolge von Hans Hess (FDP) sind die Karten vor dem zweiten Wahlgang neu gemischt worden. Zur Stichwahl am 15. November treten FDP und CVP an. Die SVP zieht sich zurück.

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Adrian Halter (SVP, links im Bild) zieht sich zurück: Erich Ettlin (CVP) und André Windlin (FDP) treten nochmals an. (Bild: Roger Zbinden / Neue NZ)

Adrian Halter (SVP, links im Bild) zieht sich zurück: Erich Ettlin (CVP) und André Windlin (FDP) treten nochmals an. (Bild: Roger Zbinden / Neue NZ)

Im ersten Wahlgang verpassten alle drei Kandidaten von CVP, FDP und SVP das absolute Mehr. Quereinsteiger und Steuerexperte Erich Ettlin (CVP) kam auf 6754 Stimmen. Deutlich zurück lagen der Kernser Gemeindepräsident und Meisterlandwirt André Windlin (FDP) mit 4306 Stimmen sowie SVP-Urgestein und alt Kantonsrat Adrian Halter mit 4023 Stimmen.

Für den zweiten Wahlgang spannen nun FDP und SVP zusammen. Sie wollen die CVP vom Obwaldner Ständeratssitz fernhalten, weil ihrer Meinung nach Obwalden mit Nationalrat Karl Vogler (CSP), der sich der CVP-Fraktion anschloss, bereits praktisch einen christdemokratischen Vertreter in Bern besitze.

SVP unterstützt Windlin

Die SVP tritt zum zweiten Wahlgang nicht mehr an, wie Parteipräsident Albert Sigrist am Dienstagmorgen auf Anfrage sagte. Ihr Kandidat Adrian Halter geniesse zu wenig Unterstützung im bürgerlichen Lager. Die SVP spricht sich stattdessen für FDP-Kandidat Windlin aus. Dieser solle sich im Gegenzug für einen zweiten SVP-Bundesrat einsetzen, sagte Sigrist.

Das Wahlteam der FDP sprach sich nach längerer Diskussion für eine Teilnahme am zweiten Wahlgang aus. Der Abstand zwischen dem FDP-Kandidaten und dem Spitzenreiter im ersten Wahlgang von der CVP sei zwar grösser ausgefallen als erwartet, sagte FDP-Parteipräsident Boris Camenzind. Die FDP wolle aber den Wählern auch beim zweiten Wahlgang eine echte Auswahl ermöglichen.

Die SP hatte bereits im ersten Wahlgang den FDP-Kandidaten unterstützt. Erich Ettlin (CVP) liess bereits am Sonntag keinen Zweifel daran, dass er zum zweiten Wahlgang für die Obwaldner Ständeratswahl antritt.

Der Obwaldner Ständeratssitz wurde durch den Verzicht von Hans Hess (FDP) frei. Der 70-Jährige vertritt Obwalden seit 1998 in der kleinen Kammer.

sda/rem