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«Wahnsinnig Freude» nach Probejahr auf Lungern-Schönbüel

Nach einer erfolgreichen einjährigen Probezeit hat «Bärghuis»-Pächter Dieter Raebel den Vertrag um fünf Jahre verlängert. Er zieht eine positive Zwischenbilanz – auch wenn es noch Optimierungspotenzial gebe.
Matthias Piazza
Dieter Raebel vor dem «Bärghuis». (Bild: PD)

Dieter Raebel vor dem «Bärghuis». (Bild: PD)

Dieter Raebel bleibt dem «Bärghuis» Schönbüel, Lungern, als Pächter und Gastgeber erhalten. Die einjährige Probezeit verlief erfolgreich, der Pachtvertrag wurde um fünf weitere Jahre verlängert, wie Urban Ming, Präsident der Genossenschaft Berghaus Lungern Schönbüel, bestätigt.

«Mir gefällt es extrem gut», sagt Dieter Raebel auf Anfrage dazu. Die Bilanz falle durchwegs positiv aus. «Unsere Gäste haben Freude an unserem Angebot und langsam spricht sich das ‹Bärghuis› Schönbüel als Geheimtipp herum», erzählt er. Das habe sich auch schon in den gestiegenen Übernachtungszahlen niedergeschlagen. Die 34 Betten in den 14 renovierten Zimmern seien an den Wochenenden häufig voll belegt, im Sommer von Wanderern, im Winter von Skitourengängern und Schneeschuhwanderern, Biker seien häufige Gäste im Restaurant. Auch die Einheimischen und die im Gebiet ansässigen Älpler hätten ihn sehr positiv aufgenommen. Er verstehe den Lungerer Dialekt immer besser, meint der 62-jährige gebürtige Bayer lachend, der das «Bärghuis» von früher kennt, als Gast.

Er blickt auf ein arbeitsreiches Jahr mit langen Arbeitstagen zurück, die oft erst um Mitternacht endeten, an sieben Tagen in der Woche. Das Konzept passte er an die Gegebenheiten eines Berghauses auf knapp über 2000 Metern an. Um Personalkosten zu senken, führte er im Gegensatz zu seinen Vorgängern den Betrieb mit einem Mitarbeiter und Kollegen. Unterstützt werden sie am Wochenende von Temporärangestellten. Der Standard wurde leicht auf das Niveau eines einfachen Hotels gesenkt und ist vergleichbarer mit einer modernen SAC-Hütte. So ist das Übernachten nun auch im mitgebrachten Hütten-Schlafsack möglich, als Ergänzung zu täglich neu gewaschenen, weissen Betttüchern. Oder man übernachtet im Tipi mit eigenem Schlafsack.

E-Bikes noch nicht so gefragt

Überarbeitet wurde auch die Menükarte. Neben klassischen «Berggerichten» gibt es Wildschweinbratwurst mit hausgemachten Rösti, original Wienerschnitzel. Auch das eigens mitgebrachte Bier aus Bayern munde den Gästen sehr. Noch nicht ganz in Fahrt gekommen seien hingegen die E-Bikes, die er den Gästen vermietet, um ihnen den zu Fuss rund eineinhalb Stunden langen Weg von der Bergstation der Lungern-Turren-Bahn zu verkürzen. «Das Angebot wird noch nicht so rege genutzt, das müssen wir noch besser positionieren», meint Dieter Raebel dazu.

Was ihn sehr freue, sei, dass das ehemalige Berggasthaus Sporting sowie die Bergstation der ehemaligen Sessel- respektive Gondelbahn nun abgerissen würden – als letzte Überbleibsel der alten Seilbahn Lungern-Schönbüel. «Damit verschwindet ein Schandfleck neben dem ‹Bärghuis›».

In Kürze in der Gewinnzone

Auch die Zahlen stimmen ihn zuversichtlich. «Im vergangenen ersten Jahr musste ich noch privat Geld einschiessen, jetzt wendet sich das Blatt auch in dieser Hinsicht zum Guten, der Betrieb läuft nun kostendeckend und wirft in Kürze etwas Gewinn ab», meint Dieter Raebel, der früher ein Unternehmen für Software für Gastronomieunternehmen führte und schon seit über 30 Jahren in der Schweiz lebt, davon schon einige in Obwalden.

Auch wenn der eingeschlagene Weg stimme, gebe es noch Luft nach oben. «Insbesondere möchte ich die Auslastung der Betten unter der Woche erhöhen.»

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