Leserbrief

Was soll daran gut sein?

«Mit guten Ideen auf dem falschen Weg», Kommentar, Ausgabe vom 16. Januar

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Den Artikel von Markus von Rotz finde ich sachlich und gut, vielleicht mit Ausnahme des Titels. Was ist an den Ideen des Referendums gut? Steuererhöhungen? Weder originell noch gut. Wer die Finanzlage des Kantons aufmerksam prüft, weiss schon lange, dass wir um Steuererhöhungen früher oder später nicht herumkommen. Streckung der Beiträge an den NFA? Das ist eine Bundesangelegenheit, darauf hat das Referendum nicht den geringsten Einfluss. Und das Allerschönste, eine Stiftung, die durch 10 Prozent des Vermögens reicher Bürger alimentiert und jährlich 22 Millionen einbringen soll. Wenn ich rechnen kann, müssten auf diese Weise mit drei Prozent Zinsertrag ca. 730 Millionen zusammenkommen. Eine stolze Zahl bei rund 30000 Steuerpflichtigen.

Es tut mir leid, demokratische Volksrechte sollten nicht zur Spielwiese älterer Herren werden, die damit Regierung und Verwaltung beschäftigen, das Parlament blockieren und last but not least Kosten verursachen.

Und noch etwas: Aus früheren Verlautbarungen der Gegner muss man schliessen, dass ihr Ziel in der Rückkehr an die Fleischtöpfe des NFA besteht. Das sollten wir vermeiden. Ich bin stolz, dass uns der vorherige Finanzdirektor Hans Wallimann den Weg von einem der Schlusslichter des NFA zum Geberkanton gewiesen hat. Eine schwarze Null ist besser als tiefrote Zahlen. Wir müssen uns keineswegs mit unserem Nachbarkanton, mit Schwyz oder gar mit Zug messen, eine schwarze Null oder wenig darüber genügt. Das hängt zwar nicht vom Kanton, sondern von den vermögenden Leuten im Kanton ab. Und die wollen wir bei uns behalten.

Paul Zumstein, Sarnen