WEISCH NU: Schlagzeilen im Jahr 2007: Der Müll der Neat-Baustelle landet im Cholwald

Die Glocken der Stanser Kirche verstummen, die Zentralbahn muss sich mit Vandalen herumschlagen. In Engelberg steht der Schulsamstag zur Debatte. Das machte im Januar 2007 Schlagzeilen.

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So titelten wir im Januar 2007. (Bild: Matthias Piazza)

So titelten wir im Januar 2007. (Bild: Matthias Piazza)

Tausende Tonnen Tessiner Müll landen im Cholwald

Seit November 2006 fahren Lastwagen vom Tessin zur Deponie Cholwald in Ennetmoos. Sie sind beladen mit «Altlasten» einer Hausmülldeponie, welche bis Anfang der Achtzigerjahre in der Nähe von Biasca betrieben und danach mit Erde zugedeckt worden ist. Sie muss verschwinden, weil die Alptransit Gotthard AG dort wegen der Arbeiten für die Neat ein Bahntrassee baut. Bis zu 40000 Tonnen dürften es am Schluss sein.

Nur Engelberger müssen noch am Samstag zur Schule

In der ganzen Zentralschweiz sind die rund 300 Engelberger Primarschüler die Einzigen, die sich jeden Samstagmorgen auf den Weg in die Schule machen müssen. Dafür geniessen sie den freien Donnerstag. Das steht Anfang 2007 zur Debatte.

Härtetest für Mensch und Funk

Eine Grosslawine verschüttet 14 Wintersportler, und der Helikopter kann nicht fliegen – dieses Szenario ist die Grundlage einer Lawinenübung in Engelberg. Beteiligt sind unter anderem der Pistenrettungsdienst der Titlis-Bahnen, die Rettungskolonne Engelberg des Schweizer Alpen-Clubs und die Lawinenrettungshunde-Gruppe Engelbergertal. 47 Retter holen 14 Verschüttete aus dem Schnee, 10 überleben. Der Funkverkehr verläuft nicht reibungslos.

Immer mehr aufgeschlitzte Sitze

Die Zentralbahn hat ein Problem mit Vandalen. Sie kämpft mit aufgeschlitzten Sitzen, leeren Bierflaschen, verdreckten Toiletten. Aktiv sind die meist jugendlichen Täter vor allem am Wochenende. Als Präventionsmassnahme werden alle neuen Züge mit Video überwacht.

In Stans herrscht bis Ostern stille Nacht

Der Stanser Glockenturm wird für 187000 Franken renoviert. Der Glockenstuhl, an der die sieben Glocken des Turms aufgehängt sind, weist grosse Rostschäden auf. Um den neuen Glockenstuhl einzubauen, müssen die Glocken mit einem grossen Flaschenzug einzeln abmontiert werden, was beim spärlichen Platz im Turm ein kleines Kunststück ist.

Die Alpnacher Parteien wollen A-8-Anschluss

Die Parteien fordern eine möglichst rasche Realisierung des A-8-Vollanschlusses Alpnach Süd. Damit soll das Dorf vom Verkehr entlastet werden. Anlass zu der Forderung ist der Gemeinderichtplan.

CVP verliert ihre «Visitenkarte»

Marianne Slongo hat in Nidwaldens Politik Geschichte geschrieben: Als erste Frau überhaupt wird sie 1996 zur höchsten Nidwaldnerin, zur Landratspräsidentin, ausgerufen. Drei Jahre später ein weiteres Novum: Das Volk schickt die CVP-Politikerin als erste Frau aus Nidwalden in den Ständerat nach Bern. Nach zwei Legislaturen ist nun Schluss.

Ruf nach einer Fussgängerzone

Im Sarner Dorfkern soll es eine Fussgängerzone geben. Das wird mit einer Initiative verlangt. Die Fussgängerzone soll im Rahmen der laufenden Revision der Ortsplanung im Bereich der Post-, der Milch- und der Lindenstrasse geschaffen werden.

Wiesenberger Jodler erobern die Schweiz

Es ist eine kleine Sensation: Wiesenberger Jodler erobern Hitparade, Radio und TV. Von null steigen sie auf Platz 52 ein. Im Januar 2007 spielen sie in der SF-Sendung «Hopp de Bäse», in Radiowunschkonzerten werden sie regelmässig gewünscht. Das Cover des Hits «Ewigi Liebi» wird selber zum Hit.

 

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch