Weitere 1,1 Millionen für das Stollenprojekt

Die vom Volk bewilligten 1,8 Millionen Franken für die Erarbeitung des Projekts Stollen Ost für den Hochwasserschutz Sarneraatal sind nicht genug. Der Kantonsrat bewilligte deshalb noch einmal zusätzliche 1,1 Millionen Franken.

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Stollenprojekt Hochwasserschutz Sarneraatal: Auf der rechten Seite der Sarneraa, unterhalb des Wichelsee-Stauwehrs, würde das Auslaufbauwerk des Stollens erstellt. (Bild: Archiv Robert Hess/Neue OZ)

Stollenprojekt Hochwasserschutz Sarneraatal: Auf der rechten Seite der Sarneraa, unterhalb des Wichelsee-Stauwehrs, würde das Auslaufbauwerk des Stollens erstellt. (Bild: Archiv Robert Hess/Neue OZ)

Um das vom Volk gewünschte Stollenprojekt für den Hochwasserschutz im Sarneraatal zu erarbeiten, hat der Obwaldner Kantonsrat am Donnerstag weitere 1,1 Millionen Franken bewilligt. 1,8 Millionen Franken waren bereits in der Volksabstimmung gesprochen worden.

Wie der Hochwasserschutz im Sarneraatal dereinst aussehen wird und ab wann das Gebiet vor katastrophalen Überschwemmungen wie 2005 wirkungsvoll geschützt werden kann, ist nach wie vor offen. Wenn der nun in der Projektierung stehende Hochwasserschutz alle Hürden problemlos nehmen würde, könnte er im besten Fall Ende 2017 in Betrieb genommen werden.

Mit dem notwendig Zusatzkredit für die Projektierung hat das Volk aber selbst für eine Verzögerung gesorgt. Schon vor der Volksabstimmung vom September 2010 hatte die Regierung gewarnt, dass die von der IG Hochwasserschutz Sarnen in der Initiative für den Stollen Ost geforderten 1,8 Millionen Franken nicht reichen. Dem Kantonsrat blieb am Donnerstag nichts anderes übrig, als den Zusatzkredit gutzuheissen. Der Entscheid war denn auch unbestritten und fiel einstimmig.

Wenn das Projekt Stollen Ost steht, wird es dem bereits früher ausgearbeiteten - und von der IG bekämpften - Projekt Verbreiterung und Tieferlegung der Sarneraa gegenübergestellt. Voraussichtlich Ende 2012 wird das Volk über den Ausführungskredit bestimmen. Die Bauarbeiten, die rund drei Jahren dauern, könnten dann frühestens 2014 beginnen.

sda