Weiterer ARA-Ausbau in Alpnach rückt in Sichtweite

Die Mitglieder der Delegiertenversammlung haben sich am vergangenen Donnerstagabend getroffen. Die Stossrichtung: Die vierte Reinigungsstufe muss Realität werden.

Robert Hess
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Anschliessend an das Gebäude rechts soll auf dem noch freien Stück Land die Anlage mit der vierten Reinigungsstufe entstehen.

Anschliessend an das Gebäude rechts soll auf dem noch freien Stück Land die Anlage mit der vierten Reinigungsstufe entstehen.

Bild: Robert Hess
(Alpnach, 25. September 2020)

Vor rund einem Jahr ist die sanierte und ausgebaute Abwasserreinigungsanlage ARA Sarneraatal an der Alpnacher Echistrasse in Betrieb genommen worden. Am Donnerstagabend hat die Delegiertenversammlung (DV) des Entsorgungszweckverbandes (EZV) im Restaurant Alouette die Bauabrechnung genehmigt.

Die Abrechnung für den gesamten Aus- und Umbau der ARA Sarneraatal schliesst mit Investitionen von rund 33,6 Millionen Franken ab. Damit wurde der am 18. Dezember 2012 genehmigte Baukredit von 40 Millionen Franken unterschritten. Ziel der Baukommission war, die Kosten ohne Leistungsverlust zu senken. Von den 33,6 Millionen Franken konnten rund 18 Millionen Franken an einheimische Unternehmen vergeben werden, heisst es im Bericht. «Das gesamte Projekt hat viel Zeit beansprucht, doch hat es sich gelohnt», sagte Geschäftsführer Sepp Amgarten an der DV, die wegen Auslandsabwesenheit von Präsident Cornel Waldvogel von Vizepräsident Heini Gosteli geleitet wurde.

Vierte Reinigungsstufe kommt

Kaum ist der Ausbau der ARA Sarneraatal abgeschlossen, wird bereits das nächste Projekt aktuell. «Die ARA Sarneraatal muss mit einer vierten Reinigungsstufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen, beispielsweise durch Medikamente oder Kosmetik, erweitert werden», heisst es im Bericht an die Delegierten. Einerseits müssten ARA mit über 24'000 angeschlossenen Einwohnern im Einzugsgebiet von Seen damit ausgerüstet werden, und andererseits deshalb, weil das gereinigte Abwasser direkt in einen See entwässert wird. Dies trifft auf die ARA Sarneraatal zu, und Geschäftsführer Sepp Amgarten hielt vor den Delegierten klar fest:

«Die vierte Reinigungsstufe müssen wir realisieren.»

Standort wäre die Fläche nördlich der dritten (biologischen) Reinigungsstufe. Die Delegierten genehmigten einstimmig einen Kredit von 150'000 Franken für eine entsprechende Vorstudie. Weiter sagte die DV Ja zu einem Baukostenbeitrag von 15 Prozent der Endabrechnung, maximal 500'000 Franken, für den Bau der Abwasserverbindungsleitung Melchtal–St. Niklausen.

Vorstand bestätigt und ergänzt

Der Vorstand des EZW wurde in globo bestätigt: Präsident Cornel Waldvogel, Vizepräsident Heini Gosteli sowie die Gemeindevertreter Walter Küchler (Sachseln), Christoph Tofaute (Engelberg) sowie Thomas Burch (Giswil). Neu gewählt wurden Remo Freiburghaus (Lungern), Raphael Disler (Sarnen) und Elmar Stocker (Kerns). Der Alpnacher Vertreter ist vakant.

Im Bereich Abfall des EZV genehmigte die DV unter anderem Anpassungen der Abfallgrundgebühren in drei Gemeinden sowie die Anpassung der Kehricht- und Sperrgut-Entsorgungsgebühren.