Weiteres Bevölkerungswachstum
in Obwalden prognostiziert

Das Bundesamt für Statistik rechnet in den nächsten 30 Jahren mit einer Bevölkerungszunahme, auch im Kanton Obwalden. 2050 stellen die 65-Jährigen und älter demnach rund 29 Prozent der Obwaldner Bevölkerung.

Simon Zollinger
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Blick auf den Sarnersee und die Obwaldner Berglandschaft, Aufnahme vom Mai 2018.

Blick auf den Sarnersee und die Obwaldner Berglandschaft, Aufnahme vom Mai 2018.

Bild: PD

Laut einem neuen Referenzszenario des Bundesamts für Statistik zur Bevölkerungsentwicklung in den Schweizer Kantonen ist ein deutlicher Anstieg an Rentnern abzusehen. Zwischen 2020 und 2050 werde die Bevölkerung in allen Kantonen zunehmen, ausser in den Kantonen Graubünden und Tessin, wo sie leicht sinken werde. Für den Kanton Obwalden prognostiziert das Bundesamt für Statistik eine Bevölkerungsentwicklung von 38 104 Personen im Jahr 2019 auf 44 040 Personen im Jahr 2050. Dies entspricht einem Anstieg von 15,6 Prozent. Damit bewegt sich die prozentuale Bevölkerungsentwicklung des Kantons Obwalden in den nächsten 30 Jahren im nationalen Durchschnitt.

Die Zahl der 65-Jährigen und Älteren von heute 7 601 Personen wird in Obwalden voraussichtlich um etwa 70 Prozent auf 12 876 Personen im Jahr 2050 steigen. Hauptursache für dieses Wachstum sind jene Altersgruppen, die in den nächsten Jahrzehnten das Rentenalter erreichen werden, eine weitere die Zuwanderung von Personen, die sich im Kanton Obwalden niederlassen und alt werden. «Gemessen am Altersquotienten, das ist der Anteil an über 65-Jährigen im Verhältnis zu den 20- bis 64-Jährigen, wird der Kanton Obwalden gemäss den Hochrechnungen im Jahr 2050 den vierthöchsten Wert aufweisen. Dies gleich hinter den Kantonen Basel-Landschaft, Graubünden und Tessin», erklärt der Kommunikationsbeauftragte des Obwaldner Volkswirtschaftsdepartements Mathias Küchler. Die 65-Jährigen und Älteren werden im Jahr 2050 somit etwa 29 Prozent der Gesamtbevölkerung des Kantons Obwalden ausmachen.

Jugendquotient über dem nationalen Schnitt

Der Jugendquotient zeigt, dass der Kanton Obwalden heute einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen hat. Dieser Jugendquotient wird voraussichtlich in Obwalden auch in den nächsten 30 Jahren höher als der gesamtschweizerische Wert bleiben, da gemäss Prognose in den nächsten 30 Jahren sowohl die Geburten als auch die Kinder- und Jugendlichenzahlen in Obwalden zunehmen werden. Im Verhältnis zum Jugend- und Altersquotienten wird hingegen der Anteil der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in den nächsten 30 Jahren gemäss dem Referenzszenario deutlich von 61 auf 52 Prozent sinken. Die Anzahl der erwerbsfähigen Personen wird von 23 072 auf 22 860 Personen jedoch nur leicht abnehmen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Statistik unter www.bfs.admin.ch.