Weiterhin Osterferien im Kanton Obwalden

Am der Schulferienregelung in Obwalden wird nicht gerüttelt. Es gibt weiterhin Fasnachts- und Osterferien. Der Kantonsrat hat am Donnerstag einen Vorstoss für die Einführung von Frühlingsferien mit 26 zu 20 Stimmen abgelehnt.

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Schüler im Kanton Obwalden (im Bild Lungern) haben auch künftig Osterferien. (Bild: Archiv Robert Hess/Neue OZ)

Schüler im Kanton Obwalden (im Bild Lungern) haben auch künftig Osterferien. (Bild: Archiv Robert Hess/Neue OZ)

Weil das Datum von Ostern - und damit auch das der Fasnacht - von Jahr zu Jahr wechselt, ist die heutige Ferienregelung nach Ansicht des Motionärs Urs Keiser (CVP) nicht optimal. Das Frühjahrsemester werde unregelmässig unterbrochen.Aus pädagogischen Erwägungen plädierte er deshalb auf den Ersatz der Osterferien durch feste Frühlingsferien in der ersten Maiwoche. Dabei müsse zwangsläufig die ganze Ferienregelung angeschaut werden.

Koordiniert mit Luzern und Nidwalden

In der Antwort befasste sich die Regierung ausführlich mit möglichen Änderungen der Ferienregelung. Doch kam sie zum Schluss, dass die heutige Lösung die zweckmässigste sei und mehr Vorteile aufweise als die Alternativen.

Ausserdem, so die Regierung, sei Obwalden durch die duale Berufsbildung und gemeinsame Lernorte stark auf Luzern und Nidwalden ausgerichtet. Auch aus diesem Grund seien die Ferien mit diesen beiden Kantonen zu koordinieren. Der Kantonsrat lehnte die Motion mit 21 zu 1 Stimmen ab. Auch die Umwandlung in ein Postulat konnte das Anliegen nicht retten: es wurde mit 26 zu 20 Stimmen abgelehnt.

Neue Lösung für Wirtschaftsdelikte

Überwiesen wurde dagegen eine Motion, die von der Regierung eine Anlayse über die heutige Strafverfolgung von Wirtschaftsdelikten verlangt. Auch sollen mögliche neue Lösungen aufgezeigt werden.

Hintergrund des Vorstosses ist Unzufriedenheit mit dem Kanton Nidwalden, der seit 1995 für Obwalden die Strafverfolgung von Wirtschaftsdelikten besorgt. Im letzten Dezember wurde im Obwaldner Parlament die Arbeit des Nidwaldner Verhöramtes heftig kritisiert. Es sei überlastet, ausserdem blieben Dossiers während längerer Zeit liegen.

sda