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Weniger Entenflöhe in Obwalden dieses Jahr

Trotz der hohen Temperaturen gibt es dieses Jahr im Sarnersee offensichtlich weniger Entenflöhe.
Marion Wannemacher

Sie gehören zu den unliebsamen Seiten des Sommers: Hautausschläge durch Entenflöhe (Zerkarien). Die Badedermatitis wird von Larven im Wasser übertragen, die von Enten, Schwänen und Nagetieren stammen. Obwohl der Mensch nicht als Wirt gilt, versuchen sich die Larven in seine Haut zu bohren und sterben bei diesem Versuch ab.

Zurück bleibt ein unangenehmer, juckender Ausschlag mit Rötungen. Im stehenden, flachen und warmen Gewässer können sich die Zerkarien besonders gut entwickeln.

Wie sieht es dieses Jahr bei dem anhaltend warmen Sommerwetter im Sarnersee aus? Chefbadmeister Christoph Hess vom Strandbad Sarnen gibt Entwarnung: «Wir haben schon einzelne Meldungen, aber dieses Jahr ist kein schlimmes Jahr», bestätigt er. Warum das so ist, kann er erklären: «Die Wassertemperaturen im Sarnersee sind nicht so hoch. Wir haben an Spitzenwerten vielleicht 24 Grad gemessen, jetzt liegt die Wassertemperatur im See bei 21 oder 22 Grad. Im vergangenen Jahr waren dagegen die Temperaturen höher und der Wasserstand tiefer, dadurch hatten wir mehr Vorfälle», sagt er.

Badegäste im Camping Ewil schwimmen ungestört

Für die Badegäste im Sachsler Camping Ewil bestätigt Inhaberin Marianne Berlinger, dass es ebenfalls keine Probleme mit den Parasiten gebe. «Die Leute kämen zu mir, wenn sie betroffen wären», vermutet sie. Aber auch sie selber als regelmässige Schwimmerin habe in diesem Jahr bislang keine unangenehmen Erfahrungen mit Entenflöhen gemacht.

Badmeister Godi Amatter schliesst den Kontakt mit Entenflöhen im Strandbad Lungern geradezu aus: «Diese kommen in überhitzten und stillen Gewässern vor. Hier im Lungerersee haben wir viel Wind und die Gefahr von Strömungen, ausserdem meistens tiefere Temperaturen als 24 Grad. Wir hatten weder vergangenes noch dieses Jahr Entenflöhe.»

Auf jeden Fall rät Christoph Hess als Vorsichtsmassnahme, sich nach dem Baden im See zu duschen, abzutrocknen und die Badekleider zu wechseln.

Walter Odermatt, Inhaber der Löwen Apotheke in Sarnen, sieht immer wieder mal Betroffene mit entsprechenden Hautausschlägen. Aber auch er bestätigt, dass es im vergangenen Sommer mehr Fälle gegeben habe. Was empfiehlt er als Apotheker? «Es kommt nur die symptomatische Behandlung in Frage», sagt er. «Das sind antiallergische Mittel, Salben oder Gels, welche die Haut beruhigen. Wenn man nichts macht, heilt der Ausschlag nach Tagen bis Wochen von selber ab.»

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