Leserbrief
«Wenn für Radwege das Geld fehlt, ist die Steuerstrategie nicht erfolgreich»

Zum Artikel «Radwege in Obwalden sollen endlich besser werden», Ausgabe vom 2. März

Urs Joller, Sarnen
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Über die Aufgaben der öffentlichen Hand kann man unterschiedlicher Meinung sein. Die Entwicklung öffentlicher Infrastruktur gehört aber ganz bestimmt dazu. Die Bevölkerung soll sich sicher bewegen können. Ganz egal, ob sie zu Fuss, mit dem Fahrrad oder dem Auto unterwegs ist. Insofern müsste die Interpellation «Vision Radwege in Obwalden» von Annemarie Schnider (SP, Sachseln) eigentlich ein selbstverständlicher Auftrag an die Politik sein. Auch Obwalden braucht ein Radwegnetz, welches gleichwertige und sichere Veloverbindungen zwischen den Ortschaften sichert. Die Regierung verweigert sich allerdings dieser Aufgabe. Mehr noch: Sie sehe keinen unmittelbaren Handlungsbedarf, weil «keine Unfallschwerpunkte im Veloverkehr ausgewiesen werden können». Das tönt fast schon höhnisch. Erst zu handeln, wenn «Unfallschwerpunkte» entstanden sind, ist in meinen Augen alles andere als gute Politik. Und da ist Annemarie Schnider recht zu geben: Wenn für Radwege und andere wichtige Projekte das Geld fehlt, dann ist unsere Steuerstrategie wirklich nicht erfolgreich!