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Wenn Melchtaler Echos widerhallen

An den Konzerten boten der Jodlerklub vom Klosterdorf und seine Gäste feine Musikkost.
Otmar Näpflin
Die Jodler wussten zu gefallen. (Bild: Otmar Näpflin, Melchtal, 8. November 2019)

Die Jodler wussten zu gefallen. (Bild: Otmar Näpflin, Melchtal, 8. November 2019)

Es ist weit mehr als ein urchiger und geselliger Jodlerklub - das «Echo vom Melchtal. Hinter den 2 Frauen und 17 Männern samt Neujodler Ruedi Ettlin verbergen sich viel Charme, Gesangstalent und Kameradschaftsgeist. Dass sie jeweils zur gesanglichen Höchstform auflaufen, ist das Verdienst ihrer musikalischen Leiterin Monika Ettlin. Dies haben sie am Wochenende eindrücklich bewiesen.

Schon der gesangliche Willkommgruss in Form vom «Wildhuser», der Naturjodelmelodie aus dem Toggenburg, gelang prächtig. Dabei kam das sehr robuste Melchtaler Klangbild vollends zum Tragen. Die Komposition «I Gedanke» war eine Ehrerbietung an Rita Marty, Illgau, die anwesende Dirigentin des Gastklubs. Damit machten die Melchtaler eine Rückblende in die warmen Tage des vergangenen Alpsommers. Neuland bedeutete für die Gastgeber die Interpretation von «Vergiss mer d’Heimat niä» des Kärntner Alpenrockers Andreas Gabalier. Die gehörfällige Melchtaler Version mit Solopart eines Septetts und chorischer Untermalung gelang auf sehr gekonnte Weise. Ausdrucksstark waren die Wiedergaben von Monika Ettlins Naturjodel «Stärnstundä und «Stiboder» bernischer Herkunft. Mit Adolf Stählis «Bärglerfrindä» unterstrich die Sängerschar, dass ihr Begegnungen mit Freunden, Harmonie und Juizä lieb und teuer sind.

Seit geraumer Zeit sind Myriam und Adrian Ettlin aus Kerns ganz erfolgreich als Jodlerduett unterwegs. Von ungefähr kommt dies nicht, weil im Hause Ettlin Musik und Jodeln heimisch sind. Aus ihrem reichhaltigen Repertoire trugen sie zusammen mit Akkordeonist Hubi Frunz Lieder und Juiz verschiedener Komponisten in gepflegter Manier vor. «Zämä ha» sind für die 28 Mitglieder vom Jodlerklub Heimelig aus dem Schwyzer Talkessel keine leeren Worte. Damit gab die Gesangseinheit dem Publikum zu verstehen, dass Singen mit Kameraden Lebenskraft verleiht und die Sorgen in die Ferne rücken lässt.

Eine unverkennbare Eigenart, ja sogar ein typisches Markenzeichen sind die regionalen Juuz dieser Gegend. Mit ihrer markigen und satten Vortragsweise sangen sich die heimeligen Schwyzer bei unserem Besuch am Freitag in die Gunst des Publikums. Für die musikalische Auflockerung sorgte das Ländlertrio Echo vom Hittlidach aus Giswil. Am Samstag waren dann neben dem Heimklub auch Heiterluft Obwalden, das Duett Monika Ettlin Lisabeth Hurschler und das Ländlertrio Arvaaus Grindelwald auf der Bühne im Sportcamp zu hören.

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