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Puppen entwickeln ein Eigenleben auf der Ballettbühne

40 Ballettschüler aus Obwalden von der Ballettschule Attitude Sarnen tanzen am Wochenende in der Aula Cher die «Puppenfee». Unterstützt werden sie von ihren 40 Kolleginnen aus Luzern.
Marion Wannemacher
Die Pierretten und der Pierrot der Sarner Ballettklasse 1 a/b zeigen in der «Puppenfee» eine anspruchsvolle und akrobatische Einlage. Bild: PD

Die Pierretten und der Pierrot der Sarner Ballettklasse 1 a/b zeigen in der «Puppenfee» eine anspruchsvolle und akrobatische Einlage. Bild: PD

Harte Arbeit liegt hinter den Obwaldner Kindern und Jugendlichen. Am Samstag nun ist es soweit. Sie werden gemeinsam mit ihren Luzerner Kolleginnen der gleichnamigen Ballettschule Attitude auf der Bühne der Aula Cher stehen und ihr Talent unter Beweis stellen.

Zu sehen bekommen die Besucher vor allem die «Puppenfee», ein klassisches Ballettstück aus dem 19. Jahrhundert zu Musik von Josef Bayer. Der Stoff dieses Stücks, das im deutschsprachigen Raum sehr häufig gespielt wird, lehnt sich unter anderem an E.T.A. Hoffmanns «Sandmann» an, in dem eine Puppe die Hauptrolle spielt.

In der «Puppenfee» geht es um lebendig gewordene Puppen, die ihr Eigenleben entwickeln und menschliche Züge annehmen. Miguel Steininger und seine Frau Tuija, die auch die Ballettschule leiten, haben die Choreografie komplett umgearbeitet. «Ein solches Profistück könnte man nicht eins zu eins auf eine Ballettschule übertragen, wir haben andere Szenarien und Figuren für verschiedene Niveaus eingefügt und so die Geschichte an die Ballettschule adaptiert.» Beispielsweise fehle eine männliche Besetzung für das Pas de deux, führt Miguel Steininger an, der früher selbst Tänzer war und mit seiner Frau auf den Bühnen von Bern, Luzern, St. Gallen, Nürnberg, Münster und Bielefeld klassisches Ballett tanzte.

Vor sechs Jahren haben die Steiningers die Ballettschule in Luzern übernommen, vor sieben Jahren eine in Obwalden eröffnet. Die Altersspanne der Ballettschüler in Sarnen reicht von 4 bis 14 Jahren, bis auf einen Teen sind alle Mädchen. Getanzt wird nach dem System der russischen Dozentin Ursula Borrmann, die einen Stoffplan für Laien in Ballettschulen entwickelt hat.

Klassischer Tanz bildet die Persönlichkeit

Miguel Steininger ist überzeugt, dass Ballett für die Kinder und Jugendlichen persönlichkeitsbildend ist: «Durch innere Disziplin entwickelst du dich. Nach aussen drückt sich das in deinem Selbstbewusstsein und deiner Körperhaltung aus. Durch die Begegnung mit klassischer Musik setzt du deine koordinativen Fähigkeiten in Bezug zur Musik um. Der Körper wird ganzheitlich trainiert.»

Spannende Choreografien hat die Ballettschule in den vergangenen Jahren bereits umgesetzt: «Peter Pan» oder «Die Wetterkugel», für die Steinigers die komplette Choreografie erarbeiteten. Am Wochenende gibt es klassischen Stoff wie Variationen aus dem Tschaikowsky-Ballett «Dornröschen», aber auch Jazz-Dance und Modern Dance werden zu sehen sein.

Spannend dürfte nicht nur der Auftritt der 26-jährigen Tochter Steiningers, Emilia, werden (sie wird die Swanhilda aus dem Ballettstück «Coppelia» tanzen), sondern auch jener der 16-jährigen Lia Lütolf. Die Kernserin tanzt die Hauptrolle in der «Puppenfee». Lia Lütolf, Céline Kost, Manuela Eugster und Emilia Steininger bestanden ein Vortanzen für die Bolshoi Summer Academy von Moskau, das zumindest Manuela wahrnehmen wird. Lia wurde von der Sommerakademie der Pariser Opéra eingeladen, wo sie den Sommer verbringt.

Die Puppenfee: Samstag, 2. Juni, 19 Uhr und Sonntag, 3. Juni, 15 Uhr, Aula Cher. Eintritt: 25 Franken, Kinder, Studenten 15 Franken.

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