WETTER: Trotz kräftigem Regen keine weiteren Schäden

Die Lage in den Unwettergebieten von Luzern und Obwalden hat sich am Donnerstag stabilisiert, obwohl es teilweise nochmals kräftig regnete. Die Erdrutschgefahr ist laut den Behörden noch nicht gebannt.

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Der Regen verändert die Landschaft - in ungefährlichen Zonen lässt es sich trotzdem draussen spielen. (Bild: Leserbild Heidi Köpfli)

Der Regen verändert die Landschaft - in ungefährlichen Zonen lässt es sich trotzdem draussen spielen. (Bild: Leserbild Heidi Köpfli)

Am meisten Regen fiel In der Zeit zwischen Mittwochnachmittag und Donnerstagmorgen auf dem Titlis mit 52 Liter Regen pro Quadratmeter. Dies sei der höchste gemessene Wert unter allen Wetterstationen, teilt Meteonews mit. Etwas weniger Regen gab es in anderen Teilen der Zentralschweiz. In Einsiedeln fielen 30, auf dem Pilatus 22 und in Schwyz 20 Liter Regen pro Quadratmeter.

Im Kanton Luzernpräsentiert sich die Lage derzeit ruhig. Laut Vinzenz Graf, Feuerwehrinspektor des Kantons Luzern, mussten in der Nacht und am Donnerstagmorgen keine Feuerwehren aufgeboten werden. In Schüpfheim konnte die örtliche Feuerwehr ihre Arbeiten beenden, wie Kommandant Patrik Hodel auf Anfrage erklärte. In Schüpfheim und Marbach steht der Zivilschutz weiter im Einsatz. Bis Mitte August gesperrt bleibt die Strasse ins Eigenthal (Zum Artikel »).

Wegen den Unwetterschäden ist zwischen Sempach-Neuenkirch auf der SBB-Strecke Olten-Luzern immer noch mit Verspätungen von 5-10 Minuten zu rechnen, weil die Züge die kritische Stelle im Schritttempo passieren. Die Anschlüsse sind nicht gewährleistet.

Im Kanton Obwalden lag der Pegel des Sarnersees am Donnerstagmorgen bei 470.36 Meter, 14 Zentimeter unter der Schadensgrenze. Je nach Niederschlägen könne dieser die Schadengrenze dennoch leicht übersteigen, heisst es seitens der Behörden.

Wegen den grossen Regenmengen im Titlis-Gebiet führte die Engelbergeraa etwas mehr Wasser als in den vergangenen Tagen. Derzeit fliessen 81 Kubikmeter Wasser pro Sekunde die Engelbergeraa hinab, was der Gefahrenstufe zwei von fünf entspricht. Die Strasse ins Melchtal ist wieder offen und auch nachts in den kommenden Tagen uneingeschränkt befahrbar. Wegen gesättigter Böden und zusätzlichen Niederschlägen am Donnerstag seien lokale Murgänge nicht auszuschliessen, teilte der Führungsstab des Kantons Obwalden mit.

Nur kurzes Zwischenhoch

Von Westen her baue sich im Verlaufe des Donnerstags ein Zwischenhoch auf, welches für trockenere Luft und freundlichere Verhältnisse sorge, so die Meteorologen von Meteonews. Doch bereits für Freitag, den 1. August rechnen die Experten wieder mit Platzregen und Gewitter vor allem am Nachmittag in den Bergen. Somit steige auch die Erdrutsch- und Überschwemmungsgefahr dann wieder an.

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pd/spe/rem/sda