Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Wie die Schneemasse in Emmetten wuchs und wuchs

Sie wollte einen Beweis haben für die schneereiche Schweiz, um das später ihrem Grosskind in England zeigen zu können. Daraus ist ein Zeitzeugnis vom grossen Lawinenwinter 1999 mit Unmengen von Schnee geworden.
Markus von Rotz

Es war im Lawinenwinter 1999.Astrid, Tochter von Paula Gröbli aus Emmetten, war schwanger. Am 19. Februar 1999 gebar sie in London Grosskind Anjo. «Meinem Grosskind muss ich einmal zeigen können, wie es in der Schweiz aussieht, und beweisen, dass es hier viel Schnee gibt», erinnert sie sich. Gesagt, getan, fotografierte sie von der Bank vor ihrem Haus die Umgebung.

Doch mit einem so strengen Winter hatte sie nicht gerechnet. Vier Tage lang fotografierte sie, weil die Schneemenge täglich anstieg. Es hörte nicht auf zu schneien. Das zeigt das in der Bildmitte langsam verschwindende Einfamilienhaus. Seit Spätherbst 2018 ist es übrigens ganz weg: Es musste der Überbauung Bergrausch weichen. Verschwunden ist Ende 1999 wegen des Sturms Lothar auch die grosse Tanne links im Bild. «Wäre sie in Windrichtung gefallen, hätte sie die Küche des alten Hotels Post getroffen. Sie aber fiel, nicht wie viele andere, in unsere Richtung, als wollte sie uns Danke sagen, dass wir sie geschätzt haben.»

Wenige Tage nach der Geburt von Anjo reiste Grossmutter Gröbli nach England, um ihn zu besuchen. Die Bilder konnte sie noch nicht mitnehmen: «Die waren zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht entwickelt.»

Paula Gröbli hat im Lawinenwinter vor 20 Jahren für ihr Grosskind den vielen Schnee an der Ischenstrasse in Emmetten festhalten wollen - und es wollte nicht aufhören

Paula Gröbli hat im Lawinenwinter vor 20 Jahren für ihr Grosskind den vielen Schnee an der Ischenstrasse in Emmetten festhalten wollen - und es wollte nicht aufhören

Das Einfamilienhaus (Ischenstrasse 2) in der Bildmitte verschwindet immer mehr hinter der Schneemauer.

Das Einfamilienhaus (Ischenstrasse 2) in der Bildmitte verschwindet immer mehr hinter der Schneemauer.

Am dritten Tag ist es fast nicht meh zu sehen.

Am dritten Tag ist es fast nicht meh zu sehen.

Die Tanne links im Bild fiel im gleichen Jahr im Dezember dem Sturm Lothar zum Opfer.

Die Tanne links im Bild fiel im gleichen Jahr im Dezember dem Sturm Lothar zum Opfer.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.