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Wie geht es weiter nach dem Gedenkjahr 2017 für Bruder Klaus?

Das Jubiläumsjahr «600 Jahre Niklaus von Flüe» soll mehr als ein einmaliges Ereignis sein. Ein Förderverein will die Wertschätzung des Heiligen neu strukturieren.
Robert Hess
Alt Regierungsrat Franz Enderli informiert über den neuen Förderverein. (Bild: Robert Hess, Sachseln, 18. Juni 2019)

Alt Regierungsrat Franz Enderli informiert über den neuen Förderverein. (Bild: Robert Hess, Sachseln, 18. Juni 2019)

Weit über die Kantonsgrenzen hinaus, wurde 2017 der 600. Geburtstag von Niklaus von Flüe gefeiert, der als Bruder Klaus 20 Jahre in Flüeli-Ranft als Eremit, Mystiker und Mittler lebte. Ein von Bildungs- und Kulturdirektor Franz Enderli präsidierter Trägerverein «600 Jahre Niklaus von Flüe», hatte zusammen mit einem schweizweiten Netzwerk, das Gedenkjahr vorbereitet und durchgeführt.

Für den 2018 zurückgetretenen Regierungsrat Enderli durfte das eindrückliche Gedenkjahr nicht ein Ereignis «Ohne Wie-Weiter» bleiben, erfuhren die gegen 40 Anwesenden der 58. Verbandsversammlung der römisch-katholischen Kirchgemeinden Obwalden am Dienstag im Pfarreizentrum Sachseln. Getragen von seiner grossen Begeisterungsfähigkeit, informierte Projektleiter Franz Enderli erstmals öffentlich über die strukturelle Neuausrichtung «Bruder Klaus – Wie weiter nach dem Gedenkjahr».

Nicht ohne seine Frau Dorothee

Klar ist für Enderli: «Man kann nicht mehr nur von Bruder Klaus reden», betonte er. «Bruder Klaus ist ohne seine Frau Dorothee Wyss nicht denkbar – sie gehört an seine Seite.»

In Ergänzung der 1945 gegründeten kirchlichen Bruder-Klausen-Stiftung soll nun am 16. Oktober 2019 der «Förderverein Niklaus von Flüe und Dorothee Wyss» mit Sitz in Sachseln gegründet werden. Der Verein besteht aus Einzelmitgliedern (auch Paare und Familien) sowie Kollektivmitglieder (beispielsweise Gemeinden, Pfarreien oder juristische Personen).

Laut den vom Stiftungsrat bereits genehmigten Statuten «versteht sich der Verein als weltweit vernetzter Bund und Freundeskreis von Bruder Klaus und Dorothee Wyss. Er steht allen Menschen offen, denen die Förderung einer Verehrung und Wertschätzung dieser beiden spirituellen Leitfiguren ein Anliegen ist», heisst es im Zweck-Artikel.

Der Verein sei «beweglicher und breiter abgestützt als die Stiftung» und soll auch das operative Geschäft rund um die Wallfahrt führen, erklärte Enderli. Er unterstrich das Interesse der evangelisch-reformierten Kirche an Bruder Klaus und somit auch die ökumenische Bedeutung.

Der Verein soll sich zusammen mit der Bruder-Klausen-Stiftung und andern Partnern «um die Pflege sowie eine würdige und sorgfältige Weiterentwicklung der Gedenkstätten im Raum Sachseln-Flüeli-Ranft bemühen.» Weiter «initiiert er selber und unterstützt entsprechende Aktivitäten und Initiativen aus Kunst und Kultur, Wissenschaft, Lehre, Forschung und Literatur zur konstruktiven Auseinandersetzung und Pflege der Bedeutung von Niklaus von Flüe und Dorothee Wyss.

Warten auf die Liste zur Bischofswahl

Traktandiert war die Bischofswahl an der Versammlung der römisch-katholischen Kirchgemeinden in Sachseln nicht. Die Nachfrage eines Anwesenden brachte das Thema kurz aufs Tapet. «Mehr als Abwarten können wir derzeit nicht», antwortete Versammlungsleiter, Vizepräsident Lukas Küng. «Warten» gilt auch für den Sachsler Pfarrer Daniel Durrer, der als einer der 24 Domherren des Bistums Chur den neuen Bischof aus einer vom Vatikan zu erstellenden Liste mit drei Kandidaten wählen kann. «Auch wir warten auf diese Liste», ergänzte er. Positiv sei, «dass der Vatikan mit Bischof Peter Bürcher einen Apostolischen Administrator eingesetzt und nicht die Amtszeit von Bischof Huonder verlängert hat.» Einstimmig wurden die Geschäfte genehmigt. Darunter der Jahresbericht von Präsident Willi Schmidlin und die Jahresrechnung, die mit einem Ertragsüberschuss von 22868 Franken abschliesst. Ruth Glaus, verantwortlich fürs Personelle im Administrationsrat, informierte, dass die Strukturen der drei Fachstellen katechetische Arbeits- und Medienstelle, kirchliche Jugendarbeit sowie regionale Arbeitsstelle Jungwacht/Blauring bis 2020 überprüft werden sollen. (rh)

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