Wiedereröffnung mit Michael Elsener – Nun erstrahlt der Engelberger Kursaal wieder im Glanz vergangener Zeiten

Der renovierte Veranstaltungsort in Engelberg ist wiedereröffnet worden – und erinnert nun wieder an die Belle Epoque.

Sepp Odermatt
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So präsentiert sich der neue Kursaal.

So präsentiert sich der neue Kursaal.

Bild: Sepp Odermatt (Engelberg, 2. Oktober 2020)

Es ist ein «Soft-Opening» gewesen, wie es die Geschäftsführerin der Kursaal Engelberg AG, Susanne Calligaris, nannte. Derzeit würden im Hotel nämlich noch die letzten Arbeiten ausgeführt, bevor im nächsten Jahr das «Grand Opening» mit einer offiziellen Eröffnungsfeier über die Bühne gehen werde.

Geschäftsführerin Susanne Calligaris

Geschäftsführerin Susanne Calligaris

Bild: Sepp Odermatt (Engelberg, 2. Oktober 2020)

Calligaris war schon vor der Schliessung Geschäftsführerin und kam bei der Neueröffnung des Kursaals ins Schwärmen: «Der wunderschöne Saal strahlt wieder im Glanze alter Zeiten, ist allerdings ausgestattet mit der neusten Technik für die Bereiche Kultur, Kongress und Events. Auch die neuen Seminarräume und die hervorragende Infrastruktur sind ein echter Mehrwert, sowohl für die Kunden als auch die einheimischen Vereine.» Neu sind der Kursaal und die acht Räume für den Tagesbereich modular frei kombinierbar, sodass für Kongresse, Bankette und Events ideale Voraussetzungen bestünden.

Der Kursaal wurde mit einem modernen Technikraum ausgerüstet.

Der Kursaal wurde mit einem modernen Technikraum ausgerüstet.

Bild: Sepp Odermatt (Engelberg, 2. Oktober 2020)

Auf der Empore fällt ein neuer Technikraum auf: Er weist eine ovale Form auf und ist mit speziellen Materialien verkleidet. Für den Antikschreiner Markus von Rotz war das ein schöner und etwas besonderer Auftrag. Der gebürtige Kernser, der seinen Betrieb in Grafenort führt, ist mit seinem Werk zufrieden: «Wir mussten einen modernen Raum in den ursprünglichen Kursaal einbauen. Dabei brauchte es eine gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Heimatschutzes.»

Michael Elsener parodierte im hohen Tempo

Michael Elsener

Michael Elsener

Bild: Sepp Odermatt (Engelberg, 2. Oktober 2020)

Vier Jahre nach dem Start der Bauarbeiten im Hotel Palace Engelberg Titlis nahm der Kursaal nun am vergangenen Freitag seinen Betrieb wieder auf. Der bekannte Schweizer Kabarettist Michael Elsener begeisterte im Rahmen einer Comedy-Night das dankbare Publikum. Er parodierte – mit Wechseln in atemberaubendem Tempo – bekannte Schweizer Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft. Aber auch die satirisch-musikalischen Teile seiner Show, die den Namen «Fake Me Happy» trägt, wussten zu gefallen. Mit seiner charmanten Art gelang es dem Künstler, die vorwiegend einheimischen Gäste zum Lachen zu bringen und ihnen dadurch einen unterhaltsamen Abend zu bescheren.

Der Kursaal wird von der Kursaal Engelberg AG in Eigenregie geführt. Mit deren Geschäftsführerin Susanne Calligaris, die grosse Erfahrung und ein breites Netzwerk aufweist, will man den Wiedereintritt in den Markt erfolgreich gestalten. Unter den Gästen war am Freitag auch der Verwaltungsratspräsident und Talammann Alex Höchli zu finden. Er hatte diesen Tag sehnlichst erwartet und äusserte sich sehr erfreut darüber: «Ich erhoffe mir, dass Engelberg mit der Wiedereröffnung des Kursaals vermehrt als kulturelle Region und als wichtiger Tagungsort wahrgenommen wird.»

Saal ist integriert in prunkvolles Hotel

Tatsächlich darf Engelberg stolz sein auf seinen Kursaal, der in der «schönen Epoche», um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, erbaut wurde. Integriert im prunkvollen und modernen Hotel Palace, das im kommenden Jahr eröffnet werden kann, wird dieser Saal für das Klosterdorf wohl eine bedeutende Rolle spielen.

Bild: Sepp Odermatt (Engelberg, 2. Oktober 2020)
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