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Wieso sind die Obwaldner so gut?

Urs Burch, Leiter Amt für Berufsbildung Obwalden.Bild: PD

Urs Burch, Leiter Amt für Berufsbildung Obwalden.Bild: PD

Über die Obwaldner Medaillen freut sich auch Urs Burch. Als Leiter des Amtes für Berufsbildung Obwalden ist er sozusagen der oberste Lehrmeister des Kantons.

Zwei der fünf Schweizer Goldmedaillen gehen nach Obwalden. Was sagen Sie dazu?

Urs Burch: Unser Kanton ist eben ein guter Nährboden für Spitzenleistungen an solchen nationalen und internationalen Berufswettkämpfen. Die Erfolge spornen weitere junge Berufsleute zur Teilnahme an.

Wie erklären Sie sich diese gute Bilanz der Obwaldner?

Eine wichtige Rolle spielt auch das private und berufliche Umfeld. Die Obwaldner Lehrbetriebe und Berufsverbände machen einen tollen Job. Sie fördern die Jugendlichen, die generell leistungsorientiert, bodenständig und handwerklich begabt sind. In diesem Sinne widerspiegelt der Erfolg an der Berufs-WM das hohe Niveau unserer Berufsleute und auch den Stellenwert einer Berufslehre in unserem Kanton. Diesen Ausbildungsweg schlagen rund zwei Drittel der Obwaldner Jugendlichen ein.

Welchen Beitrag leistet eine Berufs-WM zur weiteren Imageförderung der Berufslehre?

Einen sehr grossen. Teilnehmer sind für die Lehrlinge Ikonen, erst recht, wenn sie einen Podestplatz erreichen. Beachtung finden solche Glanzleistungen auch bei den jeweiligen Arbeitgebern und ihren Kunden. Das ist ausgesprochen gute Werbung. Auch bei einer Bewerbung ist ein Weltmeister- oder Schweizer-Meister-Titel eine wichtige Referenz. Diese kann viele Türen öffnen.

Was braucht es, nebst optimalem Umfeld, um einen solchen Spitzenplatz zu erreichen?

Man muss vor allen Dingen den richtigen Beruf gefunden haben, den man mit Freude und Engagement ausübt. Arbeiten darf kein Müssen sein. Meiner Erfahrung nach braucht es oft einen Anstoss von aussen, damit jemand sich für die Schweizer Meisterschaft anmeldet. Schneidet er dort erfolgreich ab, läuft es dann oft von alleine. Er qualifiziert sich für die Teilnahme an der Berufs-WM, was seinen Ehrgeiz weiter anstachelt. Er trainiert monatelang daraufhin, idealerweise mit einem erfahrenen Berufsmann. Und dann kann es eben durchaus vorkommen, dass er mit einer Goldmedaille um den Hals heimkehrt. (map)

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