WILDRUHEGEBIETE: Kletterer hatten mit Veto Erfolg

Die Obwaldner Wildruhegebiete liegen öffentlich auf. Die Klettergebiete am Pilatus sucht man darin vergebens.

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Die Kletterer haben ihren Weg durch die Debatte gefunden.(Themenbild Andrea Schelbert/Neue SZ)

Die Kletterer haben ihren Weg durch die Debatte gefunden.(Themenbild Andrea Schelbert/Neue SZ)

Seit Freitag liegt der zweite Entwurf der Wildruhegebiete in Obwalden auf. Dabei fällt auf, dass im ersten Entwurf vom Frühling 2009 noch mehr Gebiete ausgeschieden waren. Doch in Kletterkreisen hatte sich Widerstand geregt - mit Erfolg. Nun sollen die Klettergebiete am Pilatus nicht mehr zu den Wildruhegebieten zählen. Behörden und Kletterer setzen dabei auf die Vernunft. Die Kletterer sollen beweisen, dass sie für einen «freiwilligen Wildschutz» einstehen können.

Zwei Sitzungen zwischen Vertretern des Bau- und Raumentwicklungsdepartementes sowie der Interessengruppe «Klettern am Pilatus» haben zum Kompromiss geführt. Roland Christen, Obwaldner Kreisforstingenieur: «Wir wollen den Wildschutz in den Klettergebieten am Pilatus mittels Vereinbarungen gewährleisten. Wir setzen auf Freiwilligkeit und Vertrauen.» Vertreter der Szene erarbeiten bis Juni 2010 einen Entwurf einer solchen Vereinbarung.

«Die Kletterer haben uns überzeugend darlegen können, dass sie für einen wirkungsvollen Wildschutz Hand bieten wollen», ergänzt Christen. Auch hätten sie sich bereiterklärt, in verschiedenen Gebieten Routen zurückzubauen. Dieser «freiwillige Wildschutz» werde aber kontrolliert und sei keineswegs ein Freipass für die Kletterer. Nach fünf Jahren soll ein Fazit gezogen werden.

Geri Wyss


Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Obwaldner Zeitung.