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Wildtierkorridore in Obwalden beschäftigen Pro Natura

Die Pro Natura hat in einer Exkursion über Wildtierkorridore diskutiert. Dabei sei klar geworden, dass nur zwei der vier Korridore im Kanton Obwalden genügen.
Jagdverwalter Cyrill Kesseli (2. v.l.) erklärt den Teilnehmern die Situation des Wildtierkorridors beim Restaurant Zollhaus in Giswil. (Bild: PD)

Jagdverwalter Cyrill Kesseli (2. v.l.) erklärt den Teilnehmern die Situation des Wildtierkorridors beim Restaurant Zollhaus in Giswil. (Bild: PD)

Die festen Routen, auf denen sich Wildtiere grossräumig bewegen, werden Wildtierkorridore genannt. Für die vor kurzem durchgeführte Exkursion «Wildtierkorridore» von Pro Natura Unterwalden zeichnete Cyrill Kesseli, Jagdverwalter des Kantons Obwalden, verantwortlich. Ziel der Führung: Informationen über die Situation der bestehenden Wildtierkorridore im Sarneraatal zu erhalten und Klärung der Frage, welche von diesen intakt, beeinträchtigt oder unterbrochen sind. Dies schreibt Pro Natura in einer Mitteilung.

Ausgangspunkt war das Gebiet Chäle in Lungern. Hier befindet sich einer von vier Obwaldner Wildtierkorridoren von überregionaler Bedeutung. Es habe sich gezeigt, dass dieser Übergang für das Wild zwar eingeschränkt nutzbar und mit Gefahren verbunden, aber dennoch gewährleistet sei. Beim zweiten Halt oberhalb des Zollhauses in Giswil habe sich ein weniger positives Bild gezeigt. Der Übergang im Korridor entlang der A8 mit Schwergewicht Rotwild gelte als beeinträchtigt. Bei allfälligen Infrastrukturprojekten bestehe hier noch immer Handlungsbedarf.

Die Grosse Schliere in Alpnach war der nächste Beobachtungsort. Der Wildtierkorridor, der die beiden Talseiten des Sarneraatals verbinden sollte, ist durch die A8 unterbrochen, das Wild könne nur sehr beschränkt die Passage unter der Autobahnbrücke nutzen, zu glatt und zu gefährlich ist die Stelle laut Pro Natura. In diesem Bereich dränge sich eine Querung über die A8 auf. Der vierte Korridor im Engelbergertal im Raum Grafenort wurde nicht besucht, er sei erfreulicherweise intakt, hiess es.

Fast 100 Rehe im Strassenverkehr getötet

Die dreistündige Führung habe aufgezeigt, dass nur zwei von vier nationalen Wildtierkorridoren befriedigen würden und dass insgesamt Handlungsbedarf bestehe, um die Ost-West-Vernetzung im Sarneraatal für verschiedenste Arten sicherzustellen. Was zudem aufhorchen lasse, seien die hohen Fallzahlen des Wildes durch den Strassenverkehr. So sind gemäss Pro Natura 2016/2017 auf Obwaldner Kantonsgebiet insgesamt 94 Rehe, 38 Füchse, 45 Dachse und 5 der selten gewordenen Hasen davon betroffen. Sogar drei Hirsche und eine Gämse wurden Opfer des Verkehrs. (pd/mst)

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