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Winnetou in Engelberg: Die Zuschauer kommen auch aus Zürich und Basel

«Winnetou und der Ölprinz» gefällt dank entschärfter Moral und viel Humor.
Interview: Philipp Unterschütz
Tom Volkers als Winnetou und Richard Bucher als Old Shatterhand in einer misslichen Lage. (Bild: Romano Cuonz. Engelberg, 4. Juli 2019)

Tom Volkers als Winnetou und Richard Bucher als Old Shatterhand in einer misslichen Lage. (Bild: Romano Cuonz. Engelberg, 4. Juli 2019)

Noch bis am 10. August wird im Rahmen der Karl May Festspiele auf der Engelberger Freilichtbühne das Stück «Winnetou und der Ölprinz» gespielt. Marketingchef Florian Niffeler freut sich über das gelungene Stück, das Wetterglück und zieht eine erfreuliche Zwischenbilanz.

Bald ist die Spielzeit um. Wie zufrieden sind Sie mit dem Besucheraufmarsch?

Florian Niffeler: Wir sind zufrieden. Bisher hatten wir im Durchschnitt etwa 750 Personen pro Aufführung. Das Publikum dürfte zwar schon noch etwas grösser sein. Die Zuschauerzahlen sind aber stetig etwas angestiegen. Wenn es so weitergeht, sind wir sehr zuversichtlich, dass wir ein kostendeckendes Ergebnis erreichen können. Dafür müssen wir aber auch weiterhin streng auf die Kosten achten.

Bisher kam jeweils der Grossteil der Gäste aus der Zentralschweiz. Ist es Ihnen gelungen, das Einzugsgebiet zu vergrössern?

Ja. Unsere Plakatkampagne, die wir ausgedehnt haben, hat sicher mitgeholfen, dass wir vermehrt Publikum aus weiteren Regionen haben, insbesondere aus Zürich und der Ausserschwyz zählen wir mehr Gäste. Auch in Basel scheint sich unser Projekt herumzusprechen.

Das Wetter hat Ihnen aber auch geholfen?

Das kann man sagen, wir hatten bisher wirklich richtiges Wetterglück. Nur gerade während einer einzigen Vorführung hat es geregnet. Das Wetter während des Tages spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, weil wir sehr viele kurzfristige Buchungen haben.

Ist das ein Problem?

Nein, Tickets hat es eigentlich immer genügend und die Infrastruktur ist bis auf 1500 Personen ausgelegt. Am ehesten ist ein spontaner Grossaufmarsch noch in den Shuttlebussen spürbar, wo es dann halt auch mal enger werden kann.

Und was sagt das Publikum zum Stück?

Das Feedback ist eindeutig: Es sei das beste Stück, das wir bisher gespielt haben. Das liegt insbesondere daran, dass Regisseur Jean Grädel ganz bewusst die vielen moralischen Fallen von Karl May entschärft und viel Humor eingebaut hat. Das Stück sei unterhaltend und habe straffe Abläufe und Übergänge, ist immer wieder zu hören. Und natürlich finden auch die vielen Szenen mit den 16 Pferden Anklang.

Und wie kommen die Schauspieler bei den Zuschauern an?

Am beliebtesten scheint mir Jasmin Clamor als Rosalie Ebersbach. Wie sie am Anfang des Stückes den Gangstern den Tarif durchgibt, ist bereits ein erster Höhepunkt, nach dem sie das Publikum im Sack hat. Sehr gut kommen auch die anderen illustren Figuren an, wie Renato Salvi als Kantor Aurelius Hampel, der ja auch noch verschiedene Musikinstrumente spielt. Beim Ölprinz Philipp Lüscher sagen Fachleute, es sei toll, wie er sogar auf dem Pferd beim Reiten seine arrogante Haltung ausdrücken könne. Auch Sam Hawkens, der neue Old Shatterhand Richard Bucher und auch Tom Volkers als Winnetou kommen nach wie vor gut an.

Wie läuft’s auf dem Festplatz?

Da herrscht mit der Livemusik von Texas Guns immer eine gute Stimmung. Die spielen übrigens nicht für eine Gage, sondern «leben» von der Kollekte. Fast immer ausgebucht ist der Saloon. Das dreigängige Wild-West-Menu bekommt ebenfalls viel Lob. Da müssen wir auch öfters Gäste darauf aufmerksam machen, dass die Vorstellung bald beginnt und sie sich doch bitte auf ihre Plätze begeben sollten.

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