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«Wir kommen nur gemeinsam aus dieser Misere heraus»

Podium «Der einzige Nachteil der Parteilosigkeit ist, dass ich an den Kantonsratssitzungen jeweils nicht weiss, mit welcher Fraktion ich zu Mittag essen soll», antwortete der parteilose Bau­direktor Josef Hess am Donnerstag unter Gelächter des Publikums auf die Frage, ob er den parteilosen respektive den nicht von ihrer Partei unterstützten neuen Kandidaten etwas mit in den Wahlkampf geben wolle.

Finanzdirektorin Maya Büchi-Kaiser (FDP) und Sicherheits- und Justizdirektor Christoph Amstad (CVP) teilten Hess’ Meinung, dass man in der Regierung keine Parteipolitik mache. «Meine Gesinnung gebe ich deswegen aber natürlich trotzdem nicht ab», fügte Maya Büchi an. Christoph Amstad könnte sich ein Leben als parteiloser Regierungsrat vorstellen, «aber ich möchte es nicht. Es ist wichtig, ein gutes Team im Rücken zu haben».

Stolz und Zuversicht bei den Finanzen

Maya Büchi-Kaiser ist die einzige Kandidatin, die eine erfolgreiche Volkswahl hinter sich hat. Bei einer Wiederwahl wäre die amtierende Frau Landammann mit vier Jahren im Regierungsrat auch die Amtsälteste. Christoph Amstad und Josef Hess kamen 2016 und 2017 jeweils durch stille Wahl in die Regierung. Alle drei verteidigten am Donnerstag die Finanzstrategie 2027+. «Bei so einem grossen Geschäft kann man nie sicher sein», sagte Maya Büchi. «Aber ich bin zuversichtlich, dass das Gesamtpaket beim Volk durchkommt. In den letzten zehn Jahren haben wir viermal die Steuern gesenkt. Wir sind etwas zu tief nach unten, jetzt gehen wir wieder etwas nach oben.» Auch Josef Hess fand, es sei Zeit, die Lücken im Staatshaushalt zu korrigieren. «Das schlucken die Wähler, wenn wir es ihnen gut erklären.»

Und wie? «Indem wir auf die Opfersymmetrie hinweisen», sagte Christoph Amstad. Wir können nur gemeinsam aus der Misere herauskommen, in der wir jetzt sind. Diese Lösung ist ausgewogen.» Maya Büchi mahnte aber auch zu etwas Stolz. «Es gibt keinen anderen Kanton, der vom zweitletzten Platz im nationalen Finanzausgleich zum Geberkanton geworden ist. Das ist eine hervorragende Leistung.»

Nach Geistesblitzen zur Lösung des allwochenendlichen Staus auf der A8 in Richtung Luzern befragt, verwiesen die drei Regierungsräte auf Engpässe ausserhalb des Kantons. «Sind diese einmal gelöst, etwa mit dem Bypass Luzern, wird es auch in Obwalden mehr Luft geben», sagte Baudirektor Josef Hess. Das Problem sei nicht in Obwalden, pflichtete Christoph Amstad bei. «Vier Spuren beim Wichelsee bringen daher nichts.» «Das wäre nur schon schade um das Land, das man dafür bräuchte», fand Maya Büchi.

Ein Ja zur direkten Demokratie

Auch die drei bisherigen Kandidaten nahmen zu nationalen Themen Stellung. Die No-Billag-Initiative lehnen alle drei ab, obwohl keiner der Regierungsräte viel fernsieht. Doch die Medienvielfalt sei wichtig, sagte Christoph Amstad. «Wir würden sie erst vermissen, wenn wir sie nicht mehr hätten. Auch Obwalden ist eine Randregion. Ohne die Solidaritätsabgabe gibt es künftig wohl keine Berichte aus Lungern mehr.» Josef Hess fand «mit ‹No Billag› würde es für niemanden günstiger und mit dem Wust von Angeboten nur komplizierter». Es gehe nicht nur um Fernsehen, sondern um Informationspolitik, sagte Maya Büchi. «Ich will nicht, dass die Medien künftig von Medienmogulen kontrolliert werden wie in Italien und den USA.»

Einig waren sich die Regierungsräte auch bei ihrem Ja zu Volksabstimmungen über neue Armeeflugzeuge. «Für das haben wir die direkte Demokratie», meinte Amstad. Abstimmungen würden zwar immer komplexer, aber man müsse sich einfach mehr Mühe geben, sie dem Volk zu vermitteln, so Büchi. Hess betonte den Beitrag der Wähler: «Demokratie ist eine anspruchsvolle Staatsform. Man muss sich manchmal etwas ‹is Füdlä chlimse›.» (fhe)

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