WOLF: Der Wolf nähert sich den Dörfern

Erst war es ein Verdacht, nun ist klar: In Alpnach hat ein Wolf ein Schaf gerissen. Das Raubtier wagte sich dabei ungewöhnlich nahe ans dörfliche Siedlungsgebiet.

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Theodor Mathis am Tatort. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Theodor Mathis am Tatort. (Archivbild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Die inzwischen ausgewerteten DNA-Spuren belegen es: Der Wolf hat bei Theodor Mathis im Gebiet Salzerli, nur wenige hundert Meter entfernt von Alpnach, zugeschlagen und ein Schaf gerissen. Das bestätigt Jagdverwalter Peter Lienert. Der Fall ereignete sich am 30. November 2009. Seither wurden keine weiteren Risse oder Spuren des Wolfes gemeldet. Dazu Lienert: «Trotzdem ist nicht auszuschliessen, dass sich der Wolf noch in der Region aufhält.» Der Riss in Alpnach ereignete sich nur wenige hundert Meter neben bewohnten Liegenschaften.

Die Schafhalter in den Gemeinden Alpnach und Sarnen wurden schriftlich auf den Vorfall aufmerksam gemacht und ersucht, die Schafe sicher unterzubringen. In den nächsten Tagen erhalten sie weitere Post: Der Kanton sucht Landwirte, die bereit sind, an der Umsetzung von Herdenschutzmassnahmen teilzunehmen.

Markus Villiger und Adrian Venetz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in Ihrer Zentralschweiz am Sonntag.