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Die Zentralschweiz bewährt sich für die Auswilderung von Bartgeiern

Im Wildtiergebiet Huetstock bei Melchsee-Frutt werden erfolgreich Auswilderungen der Bartgeier durchgeführt. Diese Massnahme hilft bei Inzuchtproblemen. Die heuer ausgewilderten Tiere Finja und Fredueli haben gute Chancen, später selber zu brüten.
Roger Rüegger
Bartgeier Fredueli bei der Auswilderung im Wildtierschutzgebiet Huetstock auf der Melchsee-Frutt. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 17. Juni 2018)

Bartgeier Fredueli bei der Auswilderung im Wildtierschutzgebiet Huetstock auf der Melchsee-Frutt. (Bild: Keystone/Alexandra Wey, 17. Juni 2018)

Die Bartgeierzucht spielt eine wichtige Rolle bei der Stärkung der Blutlinien. Mit der erfolgreichen Auswilderung der Jungtiere Finja und Fredueli bei Melchsee-Frutt wurden auch dieses Jahr seltene Blutlinien gestärkt. Denn viele der heute in den Alpen lebenden Bartgeier sind nahe verwandt. Ohne Blutauffrischung können ansonsten in wenigen Generationen Inzuchtprobleme auftreten, wie die Stiftung Pro Bartgeier am Freitag mitteilte.

In der Zentralschweiz wird seit Jahren ein erheblicher Anteil zum erfolgreichen und gesunden Bestehen der Population dieser Vögel beigetragen. Seit 2015 werden die Auswilderungen im Eidgenössischen Wildtierschutzgebiet Huetstock, nahe Melchsee-Frutt im Kanton Obwalden durchgeführt.

Bartgeier brüten seit 2007 wieder in der Schweiz

Bei den laufenden Auswilderungen geht es nicht primär darum, die Anzahl der Bartgeier zu erhöhen, sondern die genetische Vielfalt aus der Zucht in den Wildbestand zu bringen. Dank Wiederansiedlung brüten Bartgeier seit 2007 wieder in der Schweiz. Inzwischen gehen 71 von 118 ausgeflogenen Bartgeier auf Wildbruten zurück. Allein im Jahr 2018 sind schweizweit neun Wildbruten geglückt.

Mit der Auswilderung von drei jungen Bartgeiern im Schweizerischen Nationalpark startete vor 28 Jahren die Bartgeier-Wiederansiedlung in der Schweiz. Nahezu jährlich kommen zwei bis drei weitere Junggeier aus dem internationalen Erhaltungszuchtprogramm für Bartgeier dazu. Inzwischen wurden in der Schweiz 47 Tiere ausgewildert.

Erfolgsaussichten in der Schweiz sind besonders gut

Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass in der Schweiz und in den Schweiz-nahen Alpen ausgewilderte Bartgeier besonders gute Chancen haben, später erfolgreich zu brüten. Die Erfolgsaussichten für die im Süden oder Osten des Alpenbogens ausgewilderten Bartgeier sind laut Pro Bartgeier deutlich tiefer.

In der Schweiz erfolgten die ersten erfolgreichen Wildbruten im Jahr 2007. Inzwischen sind bereits 71 wilde Geier ausgeflogen. In diesem Jahr sind acht Wildbruten im Kanton Graubünden und eine im Wallis geglückt. In der Schweiz leben rund 75 bis 90 Bartgeier.

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