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Zivilschutz bekommt neue Basis an idealem Standort im Sarneraatal

Mit dem offiziellen Spatenstich hat am Mittwoch der Bau des neuen Logistikzentrums für den Obwaldner Zivilschutz begonnen. 4,85 Millionen Franken kostet das Projekt in Kägiswil.
Die Regierungsräte Josef Hess und Christoph Amstad sowie Architekt Pascal Häller (von links) erhalten beim Spatenstich Unterstützung durch einen Bagger. (Bilder: Corinne Glanzmann (Kägiswil, 23. Mai 2018)

Die Regierungsräte Josef Hess und Christoph Amstad sowie Architekt Pascal Häller (von links) erhalten beim Spatenstich Unterstützung durch einen Bagger. (Bilder: Corinne Glanzmann (Kägiswil, 23. Mai 2018)

Die Teilnehmer am Spatenstich zeigten doch auch ein wenig, wie wichtig das Projekt für den Kanton ist: Die Regierungsräte Josef Hess und Christoph Amstad, Kantonsratspräsidentin Helen Keiser, Alt-Regierungsrat Paul Federer, Polizeikommandant Stefan Küchler oder Marius Risi, Leiter des Amtes für Kultur, waren neben etlichen anderen Vertretern von Kanton, Architekten oder Baufirma dabei, als am Mittwoch mit dem Spatenstich die Bauarbeiten für das neue Logistikzentrum in Kägiswil samt Museumslager freigegeben wurden.

Regierungsrat Christoph Amstad am Spatenstich für das Logistikzentrum.

Regierungsrat Christoph Amstad am Spatenstich für das Logistikzentrum.

Christoph Amstad, Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartements, würdigte in seiner Ansprache denn auch die grosse Bedeutung des Zivilschutzes zu Gunsten der Bevölkerung. «Damit der Zivilschutz seine Aufgaben auch wahrnehmen kann, braucht es ein Logistikzentrum mit der nötigen zeitgemässen Infrastruktur», meinte Amstad anschliessend im Gespräch mit unserer Zeitung. «Der Standort hier im Sarneraatal ist optimal, sowohl für Einsätze wie auch für die Ausbildung.» Es sei deshalb ein Freudentag für ihn, nachdem es doch einige Zeit und auch zwei Anläufe im Kantonsrat gebraucht habe, bis nun mit dem Bau begonnen werden könne. «Die bisherigen Räume des Zivilschutzes genügen den heutigen Ansprüchen schon länger nicht mehr.» Die verbesserten Rahmenbedingungen seien sicher auch für die Mitarbeitenden eine zusätzliche Motivation.

Neubau und Bestehendes wirkt als Ensemble

Bis im September 2019 soll das neue Logistikzentrum fertig und bezugsbereit sein. Es entsteht ein schlichter und zweckmässiger Bau, soweit möglich in Holz ausgeführt. Das zweiteilige Gebäude besteht aus einem dreigeschossigen, beheizten Kopfbau und einem unbeheizten Hallenbau. Eine stehende Holzschalung verbindet die beiden Teile zu einem Ganzen. Im zweiten Stock des Kopfbaus sind Aufenthalts- und Schulungsräume für den Zivilschutz vorgesehen. Im dritten Stock wird das Lager des Historischen Museums untergebracht (siehe unten). Im unbeheizten Hallenbau entstehen Lagerräume, Umschlagplätze und eine Werkstatt. Geplant sind zudem gedeckte Abstellplätze, ein Fahrzeugunterstand mit Waschplatz und Parkplätze.

Geplant wurde das Projekt vom Architekturunternehmen Burch und Partner AG in Sarnen, das in einem Projektwettbewerb «das wirtschaftlich günstigste Angebot einreichte und mit ihrem Konzept überzeugte», wie Baudirektor Josef Hess sagte. Architekt Pascal Häller wies darauf hin, dass es gelungen sei, die sich ebenfalls auf der Parzelle befindende denkmalgeschützte Holztrocknungshalle ins Gesamtprojekt zu integrieren und das Ganze als Ensemble wirken zu lassen.

Die Gesamtinvestition für das Projekt beläuft sich auf 4,85 Millionen Franken. Darin inbegriffen sind auch 300000 Franken für den Kauf der bestehenden Gebäude. Der Kanton beteiligt sich an den Baukosten von 4,5 Millionen mit einem Beitrag von 2,55 Millionen Franken, den entsprechenden Kredit gewährte der Kantonsrat im Juni 2017. Weitere 2 Millionen Franken stammen aus dem Zivilschutzfonds.

Neue Heimat für Kulturgüter

Bis Ende 2019 muss das Historische Museum des Kantons Obwalden sein Lager an der Museumsstrasse räumen. Es ist deshalb ein Glücksfall, dass man im dritten Stock des neuen Logistikzentrums einen neuen Standort gefunden hat. «Ein Museum muss nicht nur ausstellen, es muss auch sammeln und konservieren», sagte Marius Risi, Leiter des kantonalen Amtes für Kultur und Sport am Spatenstich. Eingelagert werde im neuen Gebäude eine breite Auswahl an Kulturgut, erklärt Klara Spichtig, Leiterin des Historischen Museums. «Vom kleinen Wallfahrtsmedaillon bis zum antiken Buffet.» Das Material soll auch nicht einfach in Schachteln versorgt werden, sondern es wird «sichtbar» eingelagert. «Wir werden für kleine Gruppen Führungen anbieten», verrät Klara Spichtig. Nach dem Umzug Ende 2019 wird es diese frühestens ab Sommer 2020 geben.
Ein spezielles Auge hat man auch auf den Kulturgüterschutz. «Das hier eingelagerte Material ist zwar nicht im monetären Sinn wertvoll, es ist aber kulturhistorisch und ideell von Bedeutung», betont Marius Risi. Neben konstantem Klima oder Brandschutz gehört auch ein Schliesskonzept zu den Massnahmen. (unp)

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