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Zugstaufe bei der Einweihung der Bahnhofanlage in Alpnachstad

Die modernisierte Bahnhofanlage in Alpnachstad ist öffentlich eingeweiht und offiziell eröffnet worden. Sie ist neu durch eine barrierefreie Personenunterführung erreichbar.
Robert Hess
Michael Schürch, Geschäftsführer der Zentralbahn (links), und Landstatthalter Josef Hess bei der Taufe einer Bahn-Komposition. (Bild: Robert Hess (Alpnachstad, 14. September 2018))

Michael Schürch, Geschäftsführer der Zentralbahn (links), und Landstatthalter Josef Hess bei der Taufe einer Bahn-Komposition. (Bild: Robert Hess (Alpnachstad, 14. September 2018))

«Die Zentralbahn ist mit Obwalden verbunden und verbindet Obwalden mit der Welt», sagte Landstatthalter Josef Hess in seiner Ansprache auf dem Bahnhofgelände. «Ganz besonders steht Alpnachstad für Verbindungen», fuhr der Baudirektor fort. «Schiff, Bergbahn und Zentralbahn werden hier am Tor zum Sarneraatal und zum schönen Kanton Obwalden verkehrstechnisch verbunden.» Nach der Umgestaltung der Bahnhöfe Alpnach Dorf, Sarnen, Sachseln, Giswil und Lungern «wird mit Alpnachstad der letzte Bahnhof zwischen dem Lopper und dem Brünig mit wesentlichen Verbesserungen für die Kunden der Öffentlichkeit übergeben», so Hess weiter. Nach dem Umbau stehe eine moderne und behindertengerechte Bahninfrastruktur zur Verfügung.

Eingangstor zum Obwaldner Tourismus

Die rund 300 Personen an der öffentlichen Einweihungsfeier konnten sich an Ort und Stelle überzeugen, dass der Bahnhof Alpnachstad wirklich in neuem Glanz erstrahlt. Dazu haben aber nicht nur die Investitionen von rund 8 Millionen Franken der Zentralbahn beigetragen. Denn das Bahnhofgebäude selber, das ebenfalls einen rechten Teil zum neuen «Glanz» beiträgt, ist bereits einige Jahre zuvor durch private Initiative umfassend umgebaut worden. Michael Schürch, Geschäftsführer der Zentralbahn, dankte in seiner Ansprache denn auch der Langensand Immobilien AG, Alpnach, als Eigentümerin des Bahnhof-Gebäudes, für die gute Zusammenarbeit.

Gemeindevizepräsident Marcel Moser wies in seiner Rede auf die Bedeutung von Alpnachstad als Eingangstor zum Obwaldner Tourismus hin. Der unüberhörbare rege Verkehr auf der benachbarten Nationalstrasse A8 machte die Gäste der Eröffnungsfeier mit aller Deutlichkeit darauf aufmerksam, dass zum Verkehrsknotenpunkt Alpnachstad neben Zentralbahn, Pilatusbahn und Schifffahrt auch die Strasse gehört. «Rund 25'000 Fahrzeuge sind es im Durchschnitt täglich auf dieser Strecke», so Moser.

Neuer Triebzug hört auf den Namen «Pilatus»

Umrahmt von einigen besinnlichen Worten über «Menschen am Bahnhof» stellten Pater Ernstpeter Heiniger sowie die Alpnacher Pastoralassistentin Marie-Pierre Böni die neuen Anlagen unter den Machtschutz Gottes.

Zur Feier des Tages tauften Landstatthalter Josef Hess und ZB-Geschäftsführer Michael Schürch einen Spatz-Triebzug auf den Namen «Pilatus». Musikalisch umrahmt wurde die Feier durch die Musikgesellschaft Alpnach. Höhepunkt war das «Alpnacher Lied» des Komponisten Robert Barmettler (1901-1974), das mit den Worten beginnt: «Da wo Obwalde s’Tor uiftued und Wält is Ländli ine lahd, da haltet Wacht mit triiwem Mued mis Derfli Alpnachstad.»

8 Millionen Franken investiert

Seit Februar sind die Gleis- und Perronanlagen sowie die Fahrleitungsanlage auf dem Bahnhof Alpnachstad komplett erneuert worden. Weiter wurden die Perronanlagen durch drei neue Rampen barrierefrei ausgebaut. Zudem sind zwei Bachdurchlässe den Anforderungen des Hochwasserschutzes angepasst sowie die Park-and-Ride-Anlage saniert worden. Zeitgleich konnte für zb Historic entlang des ostseitigen Perrons ein Anschluss an das Streckennetz der Zentralbahn wieder hergestellt werden.

«Wir haben rund acht Millionen Franken in die Modernisierung der Bahnhofanlagen Alpnachstad investiert», erklärte Michael Schürch, Geschäftsführer der Zentralbahn, an der Einweihung vom Freitagabend.

An den Baukosten der Rampe 3 der Personenunterführung (Seeseite) beteiligen sich die Einwohnergemeinde Alpnach mit 635'000 Franken sowie die Pilatus-Bahnen AG und die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees SGV mit je 50'000 Franken. (rh)

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