Zwei bedeutenden Strassenprojekten zugestimmt

Alpnacher Korporationspräsident Walter Hug kündigt Rücktritt an.

Robert Hess
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Rund 180 Alpnacher Korporationsbürger und -bürgerinnen bestätigten an ihrer Versammlung einstimmig und mit grossem Beifall den 66-jährigen Landwirt Walter Hug für ein weiteres Präsidialjahr. «Wie ich meinen Ratskollegen bereits früher mitgeteilt habe, wird das mein letztes Amtsjahr sein, ich werde auf Ende 2020 zurücktreten», sagte Hug im Anschluss. Der frühere FDP-Kantonsratspräsident ist 2012 als Mitglied und Präsident des Korporationsrates gewählt worden.

Walter Hug mit seiner Frau Rita an der Spitze des Festzugs zur 650-Jahr-Feier der Korporation Alpnach. (Bild: Markus von Rotz,  8. November 2019)

Walter Hug mit seiner Frau Rita an der Spitze des Festzugs zur 650-Jahr-Feier der Korporation Alpnach. (Bild: Markus von Rotz,  8. November 2019)

Ebenfalls einstimmig und mit grossem Beifall wurde an der Versammlung vom Dienstagabend anschliessend Vizepräsidentin Dina Gasser-Gabriel für ein Jahr bestätigt. In einem weiteren Wahlgeschäft wählte die Versammlung Priska Langensand für Esther Bucher-Krummenacher in die Rechnungsprüfungskommission.

Ohne Gegenantrag genehmigte die Versammlung einen Kredit von 1,6 Millionen Franken für den Bau einer drei Kilometer langen und mit Lastwagen befahrbaren Forststrasse zwischen Ettlismatt und Eggbrunnen im Schlierental. Es handelt sich um eine 3,2 Meter breite Naturstrasse. Mit aller Deutlichkeit hielt Korporationsrat Beat Niederberger fest, dass «diese Strasse nur für forst- und landwirtschaftliche Zwecke vorgesehen ist».

Auch für die Velofahrer gesperrt

Genutzt werde die Strasse in der schneefreien Zeit von Mitte Mai bis Ende Oktober. Die Strasse werde mit einer abschliessbaren Barriere versehen und mit einem allgemeinen Fahrverbot belegt, «das auch für Velofahrer gilt», betonte er. Die Strasse erschliesst rund 190 Hektaren Wald, davon rund 114 Hektaren Schutzwald. «Für eine wirtschaftliche Waldpflege ist diese Strasse dringend notwendig», sagte Niederberger. Von den Investitionen seien 48 Prozent wegen des Schutzwaldes beitragsberechtigt.

Auf dem Weg zum neuen Alterszentrum

Zwischen neuem Alterszentrum (Baugespann) und Bahnlinie ist eine Erschliessungsstrasse geplant.

Zwischen neuem Alterszentrum (Baugespann) und Bahnlinie ist eine Erschliessungsstrasse geplant.

Ebenfalls einstimmig genehmigte die Versammlung einen Kredit von 1,8 Millionen Franken für den Neubau einer rund 230 Meter langen Erschliessungsstrasse mit Werkleitungen im Gebiet Allmend Ost. Hier sollen das neue Alterszentrum der Stiftung Betagtenheim Alpnach sowie drei Wohnhäuser der Korporation entstehen. Die Strasse wird vom bestehenden Parkplatz bis zur Einfahrt in die Einstellhalle des Alterszentrums und den drei geplanten Wohnhäusern bis zur Dammstrasse führen. Sie ist nur teilweise im Gegenverkehr befahrbar. Zusätzlich müssen verschiedene Werkleitungen, darunter die Fernwärmeleitung, verlegt oder neu erstellt werden.

Ohne Gegenantrag genehmigte die Versammlung das von Finanzchef Urs Spichtig präsentierte Budget 2020. Es sieht bei einem Gesamtertrag von 12,2 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von 87'200 Franken vor. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 455'000 Franken. An die stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger wird je ein Korporationsnutzen von 100 Franken ausbezahlt. Zudem erhielt jeder Versammlungsteilnehmer pro Haushalt einen Gutschein für eine Weihnachtstanne und durfte «Läbchuechä und Nidlä» mit Chelibegleitung geniessen.

Alters- und Pflegezentrum in Alpnach kann gebaut werden

Deutlich sagen die Alpnacher Ja zur Teilrevision des Zonenplanes «Alpnach Ost». Damit sind die Voraussetzungen geschaffen für die Realisierung eines neuen Alters- und Pflegezentrums und dreier Mehrfamilienhäusern.
Matthias Piazza