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Zwei Kaffeefrauen erfüllen sich in Sarnen einen Traum

Seit dem Jahr 2015 rösten Sarah Bürgi und Susanne Gruss in Sarnen Kaffee. Und ab sofort servieren sie ihre exquisiten Sorten auch im eigenen Lokal.
Romano Cuonz
Kaffee Rösterei 13 / 15 im ehemaligen «Pic»: Susanne Gruss (links) und Sarah Bürgi sind die neuen Gastgeber. (Bilder: Romano Cuonz, Sarnen, 6. November)

Kaffee Rösterei 13 / 15 im ehemaligen «Pic»: Susanne Gruss (links) und Sarah Bürgi sind die neuen Gastgeber. (Bilder: Romano Cuonz, Sarnen, 6. November)

An der Wand prangen zehn metallisch glänzende Kaffeeschütter, gefüllt mit fein duftenden Bohnen. Auf einem Tisch gibt es einen «Cachepot», aus dem ein kleiner Kaffeestrauch spriesst, und in einer Ecke steht gar ein Jutesack mit der Aufschrift «Organic Arabica Coffee». Dies ist die neue Szenerie im alten «Café Pic» an der Sarner Poststrasse. Ab sofort trägt das Lokal den Namen Kaffee Rösterei 13/15. Zwei frischgebackene Gastgeberinnen in ihren kaffeebraunen T-Shirts und mit umgebundenen schwarzen Schürzen lachen übers ganze Gesicht.

«Die Zahlenkombination 13/15 soll allen, die uns besuchen, klar machen, dass wir uns punkto Kaffee von 08/15 deutlich abheben», erklärt Susanne Gruss, die im neuen Lokal unter anderem als «Barista» fungieren wird. Von Beruf ist sie eigentlich Gastronomin und diplomierte Sommelière. Ihre Kollegin, die gebürtige Baslerin Sarah Bürgi, hat eine Erklärung für den Rollenwechsel: «Rohkaffee hat, genau wie der Wein, je nach Herkunft, Bodenbeschaffenheit und klimatischen Bedingungen sein eigenes oft blumiges, oft fruchtiges Geschmacksprofil – da gibt es viele Parallelen.»

Kaffeebohnen selber abfüllen

Apropos Werdegang: Auch Sarah Bürgi ist eine Quereinsteigerin. Zu ihrem absoluten Traumberuf kam die gelernte Ledergerberin auf Umwegen. Die brachten sie zuerst zu Rast Kaffee in Ebikon. Seit 2015 aber führt sie zusammen mit Susanne Gruss ein eigenes Unternehmen in Sarnen. Und sie beteuert: «Ich tüftle seither, Stufe um Stufe röstend, an immerzu neuen Geschmacksnoten für unsere verschiedenen Kaffeesorten herum.» Diese Arbeit bereite ihr unglaublich viel Spass.

«Schau, die zwei Kaffeefrauen, rief ein Mann seiner Frau zu, als er uns in den Obwaldner Bergen beim Wandern antraf», erzählt Susanne Gruss. Und folgert:

«Wir waren schon bekannt in Obwalden, da fanden wir es an der Zeit, uns einen grossen Traum zu erfüllen.»

Die bekannte Rösterei an der Kägiswilerstrasse bleibe zwar als Produktionsstätte bestehen, verkaufen und, eben neu, zusammen mit anderen Getränken ausschenken, werden sie den Kaffee ab sofort im Sarner Zentrum.

Auch das will gelernt sein: das Verzieren eines frischen Kaffees.

Auch das will gelernt sein: das Verzieren eines frischen Kaffees.

Sarah Bürgi freut sich vor allem riesig über die vielen Möglichkeiten, die sich ihnen nun bieten. In diesem mit Bildern und Requisiten in ein eigentliches «Kaffeeland» verwandelten Lokal würden sie nicht nur echten, exquisiten Kaffee ausschenken. «Wir nehmen die Kunden mit auf eine Reise in die Welten des Kaffees», bietet Sarah Bürgi an. Darüber hinaus wollen die Unternehmerinnen ihr grosses Wissen in Schulungen und Kursen vermitteln. «Wenn Kunden es wünschen, können sie geröstete Bohnen aus den Kaffeeschüttern gleich selber in mitgebrachte Gefässe abfüllen», verspricht Sarah Bürgi. Manchmal müssten sie Kunden auch warnen, sagt Sarah Bürgi. «Etwa wenn sie keine Ahnung haben, dass die rohen grünlichen oder bläulichen Bohnen steinhart und für die Zähne alles andere als gut sind!» Während sie das Handwerk des Kaffeeröstens schon aus dem Effeff kannte, musste ihre Partnerin Susanne Gruss eine andere Kunst in Kursen ganz neu erlernen: das diffizile Kreieren von Blumen, Herzen oder Schwänen auf einem echt italienischen Cappuccino. Apropos Cappuccino: Wirklich stilecht sei er nur, wenn die Milch genau richtig aufgeschäumt werde. Und: Schokoladepulver gehöre nicht dazu.

Doch was, wenn sich ein wahrer «Kaffeemuffel» ins Lokal verirrt? «Keine Sorge», meint Susanne Gruss. In der neuen «Rösterei – 13/15» werden noch zahlreiche andere, einheimische Produkte kredenzt: Bier etwa aus kleinen Brauereien. Kalte und warme Snacks mit Produkten vom Hofladen Burgfluh. Ja sogar passionierte Teetrinker würden dank dem «Teegarten Kerns» bestens umsorgt.

Kaffee–Rösterei 13/15, Poststrasse, Sarnen. Eröffnung diesen Samstag. Dann geöffnet Montag bis Freitag von 7.30 bis 18 Uhr. Samstag 7.30 bis 14 Uhr.

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