ÖFFENTLICHER VERKEHR: Kanton Schwyz setzt Fokus auf Pendlerströme

Der Kanton Schwyz will dort investieren, wo es am meisten Pendler hat. Im Fokus: Arth-Goldau, Pfäffikon und Siebnen-Wangen.

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Der Bahnhof Arth-Goldau erhält ein Facelifting: Neue, höhere Perrondächer sowie ein weniger scharfer Kurvernradius auf der Zuger Seite (rechts) zählen zu den Hauptmerkmalen des Projekts. (Bild: Visualisierung SBB)

Der Bahnhof Arth-Goldau erhält ein Facelifting: Neue, höhere Perrondächer sowie ein weniger scharfer Kurvernradius auf der Zuger Seite (rechts) zählen zu den Hauptmerkmalen des Projekts. (Bild: Visualisierung SBB)

Der Kanton Schwyz schlägt in der Strategie öffentlicher Verkehr 2030 vor, die knappen finanziellen Mittel dort einzusetzen, wo die Pendlerströme am meisten wachsen. Im inneren Kantonsteil stehen die Stärkung des Bahnknotens Arth-Goldau und die Verbindungen nach Zug-Zürich im Mittelpunkt. Unter anderem will die SBB den Bahnhof Arth-Goldau ab Juni 2015 für 47 Millionen Franken ausbauen. Die Perron werden ebenerdig, der heute relativ scharfe Kurvenradius begradigt sowie die Personenunterführung massiv verbreitert.

In Ausserschwyz setzt der Kanton Schwyz den Fokus auf Pfäffikon und Siebnen-Wangen sowie die Anschlüsse nach Zürich. Insbesondere sollen die Anschlüsse aus der March an den Voralpen-Express verbessert werden. Geplant sind auch neue Direktverbindungen zwischen Zürich und Einsiedeln oder viertelstündliche S-Bahnverbindungen von Pfäffikon nach Zürich und Rapperswil. Im Raum Höfe-March sollen die Bus-Bahnhöfe besser miteinander verbunden werden.

Aber auch der Binnenverkehr im Talkessel von Schwyz, die Anschlüsse und Pünktlichkeit der Busse sowie die Anbindung der Freizeit- und Einkaufsdestinationen sollen stetig verbessert werden. Zudem will der Kanton längerfristig einheitliche Tickets und neue Zonenfahrpläne einführen.

Wie der Kanton Schwyz am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt, hat eine fehlende Strategie bisher dazu geführt, dass der Kanton Schwyz im Vergleich zu den Nachbarkantonen bei der Angebotsentwicklung teilweise in Rückstand geraten ist, insbesondere was den Ausbau der S-Bahn betrifft. Das letzte Wort wird jeweils der Kantonsrat mit der Genehmigung des Grundangebots des regionalen öffentlichen Verkehrs haben. Wieviel die Massnahmen kosten, geht aus dem Strategiepapier nicht hervor.

Hinweis: Hier lesen Sie, was im Einzelnen geplant ist »

rem