Öffentlicher Verkehr
Seebus Meggen: Testbetrieb startet im Sommer 2021 mit der neuen VBL-Linie 27

Der Gemeinderat Meggen möchte die Seestrasse vom Verkehr entlasten. Er führt deshalb in den Sommermonaten einen Testbetrieb mit einem Kleinbus namens «Seebus» durch.

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Wie können in der Gemeinde Meggen weniger stark frequentierte Orte abseits der Hauptstrassen oder ÖV-Linien mit innovativen Verkehrsmitteln erschlossen werden? In einem gemeinsamen Projekt prüfen die Gemeinde Meggen, der Verkehrsverbund Luzern und die Verkehrsbetriebe Luzern AG verschiedene Möglichkeiten dazu; von der konventionellen ÖV-Linie bis hin zum Einsatz von führerlosen Fahrzeugen.

Der Gemeinderat Meggen freut sich über den bevorstehenden Testbetrieb mit dem Seebus. Von rechts: die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte Karin Flück Felder, Urs Brücker, Carmen Holdener und Olivier Class mit Gemeindeschreiber Daniel Ottiger.

Der Gemeinderat Meggen freut sich über den bevorstehenden Testbetrieb mit dem Seebus. Von rechts: die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte Karin Flück Felder, Urs Brücker, Carmen Holdener und Olivier Class mit Gemeindeschreiber Daniel Ottiger.

Bild: zvg

In einem ersten Schritt wird von Anfang Juni bis Ende September jeweils an den Wochenenden ein Testbetrieb mit dem «Seebus», der neuen Busverbindung mit einem 20-plätzigen Kleinbus, durchgeführt. Das Angebot zwischen Meggen Schlössli und Meggen Schiffstation wird jeweils an Samstagen und Sonntagen im Viertelstundentakt von 10.08 Uhr bis 20.07 Uhr angeboten und ist gratis, um möglichst viele Meggerinnen und Megger dazu zu motivieren, für die Fahrt an den See auf das Auto zu verzichten. Die weiteren Haltestellen sind Bahnhof Meggen Zentrum und Meggen Fischerdörfli.

Der Anschluss an das VBL-System erfolgt im Dorfzentrum bei der Haltestelle Schlössli, Seite See. Wie die Gemeinde mitteilt, sind die Abfahrtszeiten auf einem grossen Plakat bei den provisorischen Haltestellen angeschlagen und können auch auf den üblichen Fahrplänen und App-Lösungen abgerufen werden.

Ursprünglich sei die Durchführung mit einem Elektrofahrzeug geplant gewesen, welches aber aufgrund Covid-19 in diesem Jahr nicht in die Schweiz überführt werden konnte. So werde der Testbetrieb von Juni bis September mit einem baugleichen Dieselfahrzeug durchgeführt, welches niederflurig und ÖV-tauglich ist. Sollte das Angebot im Jahr 2022 wieder aufgenommen werden, soll es mit der Elektroversion betrieben werden. Äusserlich seien die Fahrzeuge identisch.

Mehrwert auch für Menschen mit Behinderung

Der Testbetrieb mit dem Seebus bringe auch Menschen mit Behinderung einen direkten Zugang zum See. Der Kleinbus biete neben je zehn Sitz und Stehplätzen auch einen Rollstuhlplatz an.

Die Fachstelle Hindernisfrei Bauen Luzern nimmt die fehlenden Bus-Einstiegskanten bei den Haltestellen für die Pilotphase von 1 bis 2 Jahren zur Kenntnis, heisst es in der Mitteilung weiter. Das Fahrzeug ist mit klappbarer Rampe ausgestattet und ermöglicht damit mit Hilfe des Fahrpersonals eine Benutzung für Personen unterwegs mit Rollstuhl, Rollator oder auch mit Kinderwagen. Wenn ein dauerhafter Busbetrieb eingeführt wird, seien die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes massgebend. (stg)