ÖKOLOGIE: Qualität der Gewässer als Lebensraum ist gut

Die Kantone rund um den Vierwaldstättersee - Uri, Schwyz, Luzern, Ob- und Nidwalden - haben ein Überwachungsprogramm für Flüsse und Bäche gestartet. Häufigkeit und Vielfalt von Pflanzen und Wasserkleintieren bestimmen dabei die Wasserqualität.

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Die Flüsse und Bäche, die in den Vierwaldstättersee münden, sind gute Lebensräume (im Bild Stansstad). (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die Flüsse und Bäche, die in den Vierwaldstättersee münden, sind gute Lebensräume (im Bild Stansstad). (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Bei der Dauerüberwachung der Fliessgewässer in den Urkantonen (DÜFUR) werden innerhalb von vier Jahren über 120 Stellen in Flüssen und Bächen untersucht. Laut dem am Montag erschienen Info-Magazin «4waldstättersee 2008» der interkantonalen Aufsichtskommission Vierwaldstättersee (AKV) liegen nun die Resultate der Untersuchungs-periode 2004 bis 2007 vor.

Dabei zeigt die Zusammensetzung der Wasserkleintiere, dass über das ganze Untersuchungsgebiet gesehen 72 Prozent der Gewässerstellen eine gute bis sehr gute Lebensraumqualität aufweisen.

In den Talgebieten unterhalb von 600 Metern über Meer betrage dieser Anteil aber nur 62 Prozent. Häufigkeit und Vielfalt der Lebewesen widerspiegle die Qualität eines Gewässers.

Gegenüber der ersten Untersuchungsperiode 2000 bis 2003 ist aber eine Verbesserung der Lebensraumqualität festzustellen. Damals waren in den Talgebieten 51 Prozent der untersuchten Gewässerstellen in einem guten oder sehr guten Zustand.

Die Resultate würden zeigen, dass vor allem in den dicht besiedelten und intensiv genutzten Gebieten Handlungsbedarf bestehe, hesst es weiter. Es sind dies unter anderem gezielte Renaturiereung von Bächen und Flüssen oder die Reduktion von Restbelastung durch Siedlungsentwässerung.

sda