ÖV: Die SOB soll bis Rotkreuz fahren

In Goldau müssen Lokführer der Südostbahn täglich 50 Minuten lang Däumchen drehen. Diese Pausen könnten bald wegfallen – zum Vorteil der Fahrgäste.

Drucken
Teilen
Eine SOB-Komposition hält im Bahnhof Arth-Goldau. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Eine SOB-Komposition hält im Bahnhof Arth-Goldau. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Die Südostbahn (SOB) hat zwar im Dezember ihr Regionalzugsangebot auf der Südrampe verbessert. Davon profitieren seither die Gemeinden Steinerberg, Sattel und Rothenthurm. Am Ende ihres Netzes im Bahnhof Arth-Goldau aber ergibt sich seither ein Problem. Dort warten 13-mal am Tag die Regionalzüge der SOB auf ihre Rückfahrt nach Biberbrugg.

Weiterfahrt statt Pause
Diese Pause ergibt sich aus fahrplantechnischen Gründen: Die SOB schuf gute Anschlüsse in Biberbrugg. «Aber für die Fahrt nach Goldau und zurück reicht eine Stunde nicht aus», sagt Kaspar Woker, Mediensprecher der Südostbahn. «Die Pause in Goldau ist nicht besonders rentabel», so Woker. «Denn die fixen Kosten für die Zugkomposition laufen weiter. Und der Lokführer sollte auch beschäftigt sein.» Auf die Pausen in Goldau wurde man auch in der Verwaltung des Kantons Schwyz aufmerksam: «Wir schlugen der SOB vor, zu prüfen, ob man in dieser Zeit nicht etwas mit diesen Fahrzeugen machen könnte», sagt Markus Meyer von der Abteilung öffentlicher Verkehr im kantonalen Baudepartement.

So entstand die Idee, die Regionalzüge in Goldau künftig auf dem SBB-Gleis der Rigilehne entlang bis Rotkreuz und zurück fahren zu lassen. Für die Fahrt nach Rotkreuz benötigt ein Regionalzug eine Viertelstunde. So könnte die Komposition rechtzeitig wieder im Bahnhof Arth-Goldau für die Rückfahrt nach Biberbrugg bereitstehen.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.