Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

ÖV: SBB und Zentralschweizer Kantone einigen sich auf Bahnprojekte

Eine Gesamtplanung soll die zahlreichen Bahninfrastrukturprojekte in der Zentralschweiz unter einen Hut bringen. Die SBB und die Zentralschweizer Kantone haben am Freitag eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.
Schwyzer Regierungsrat Othmar Reichmuth ist neuer Landamman. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)

Schwyzer Regierungsrat Othmar Reichmuth ist neuer Landamman. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)

Für die diversen Bahn- und Ausbauprojekte in der Zentralschweiz haben die SBB und die Kantone Luzern, Zug, Schwyz, Uri, Ob- und Nidwalden die «Gesamtperspektive Zentralschweiz» bis 2030 unterzeichnet. Zum Herzstück gehöre die Angebotserweiterung auf der Achse Sursee–Luzern–Zug. Diese sei eng mit dem Durchgangsbahnhof Luzern und dem Zimmerberg-Basistunnel verknüpft. Eine solche Kapazitätserweiterung sei bereits zu einem früheren Zeitpunkt als 2030 notwendig, heisst es in einer Mitteilung.

Konkrete Lösungsansätze liegen noch nicht vor. Mit der Vereinbarung könne man Voraussetzungen für eine Priorisierung der Projekte schaffen, heisst es weiter. Die Vereinbarung umfasst Angebote für Kunden des Personen- und Güterverkehrs, die Infrastruktur, die Entwicklung von Arealen um Bahnhöfe und die zukünftig benötigten Flächen, wie etwa Abstell-, Unterhalts- oder Verladeanlagen.

Welche Strecke wie ausgebaut wird, entscheidet das Parlament in Bern. Der nächste Ausbauschritt des Projekts ist für das Jahr 2018 terminiert.

Längere Züge stehen zur Diskussion

SBB-Sprecher Reto Schärli sagte auf Anfrage, es würden verschiedene Massnahmen geprüft, etwa eine Verkürzung der Zugfolge oder längere Züge. Ziel sei es, mit smarten Lösungen statt neuen Infrastrukturen die Kapazitäten zu erhöhen.

Bis zur Realisierung des Durchgangsbahnhofes Luzern sind gemäss der Übereinkunft noch weitere kleinere Massnahmen notwendig, um dem Nachfragewachstum gerecht zu werden. Erwähnt werden eine Verlängerung der S61 Luzern-Schachen bis nach Willisau oder die Schaffung einer S41 von Luzern nach Horw.

Neben dem Durchgangsbahnhof Luzern und dem Zimmerberg-Basistunnel nennt die «Gesamtperspektive Zentralschweiz» als Kernstücke die Entwicklung des Bahnhofs Altdorf zum Kantonsbahnhof, eine bessere Abstimmung von S-Bahn und Bussen in der Agglomeration Luzern sowie eine Aufwertungen der Bahnhöfe Zug, Rotkreuz und Arth-Goldau.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) rechnet im Zeitraum von 2012 bis 2030 mit einem durchschnittlichen Nachfragewachstum von 30 Prozent im Regional- und Fernverkehr in der Zentralschweiz.

Die Zentralschweiz ist die zweite Region, mit der sich die SBB auf eine «Gesamtperspektive» geeinigt hat. 2013 hatte sie mit der Nordwestschweiz ein analoges Papier vereinbart.

Komitee Durchgangsbahnhof Luzern ist erfreut

Das Zentralschweizer Komitee Durchgangsbahnhof Luzern begrüsst in einer Stellungnahme die von den verantwortlichen Partnern veröffentlichte «Regionale Gesamtperspektive Zentralschweiz». Das Komitee ist erfreut, dass ein breit abgestützter Konsens gefunden werden konnte damit die Kräfte der Zentralschweiz zielgerichtet gebündelt werden können. Es setzt sich weiter dafür ein, dass die Planung weiter vorangetrieben wird und die notwendige Finanzierung gesichert werden kann.

pd/rem/sda

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.