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OLYMPISCHE WINTERSPIELE: Zentralschweizer wollen die Winterspiele 2026 – aber nicht alleine

Für die Austragung der olympischen Winterspiele 2026 in der Schweiz haben die Zentralschweizer Regierungen überraschend bei Swiss Olympic ein eigenes Projekt eingereicht. Die Spiele alleine austragen wollen die Regierungen aus den sechs Kantonen aber nicht.
Welche Region holt sich die fünf Ringe im Jahre 2026? Unser Bild zeigt den Schweizer Skifahrer an den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014. (Bild: Keystone)

Welche Region holt sich die fünf Ringe im Jahre 2026? Unser Bild zeigt den Schweizer Skifahrer an den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014. (Bild: Keystone)

Am Mittwoch wurde bekannt, dass seitens der Zentralschweizer Regierungskonferenz kurz vor Ende der Anmeldefrist das Projekt "Zentralschweiz 2026" bei Swiss Olympic eingegangen war. Insgesamt gingen offiziell fünf Projekte für den nationalen Bewerbungsprozess ein.

Bis zum 31. Mai mussten sich interessierte Städte respektive Regionen entscheiden, ob sie am Nominierungsverfahren von Swiss Olympic im Hinblick auf eine Schweizer Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2026 teilnehmen. Die Interessenten mussten hierfür eine erste Bearbeitungsgebühr von 25'000 Franken entrichten.

Die Eingabe bedeute nicht, dass die Zentralschweizer Kantone alleine ein Projekt durchführen wollten, erklärte der Luzerner Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf (CVP) in einem Interview mit dem SRF-Regionaljournal. Die Zentralschweizer Regierungen wünschten sich eine schweizweites Projekt.

Vorhandene Infrastruktur

Die Zentralschweizer Kantone könnten für olympische Winterspiele Infrastrukturen für Skispringen, Langlauf oder alpine Disziplinen anbieten. Die Region verfüge über Flugplätze und sei sehr gut erreichbar, sagte Graf.

Neben der Eingabe aus der Zentralschweiz gingen bei Swiss Olympic vier weitere Projekte ein. Diese waren bereits vorab bekannt gegeben worden.

So wollen Wirtschaftsvertreter der Kantone Wallis und Waadt die Winterspiele in die Westschweiz holen. Zudem ist eine Kandidatur von Graubünden und Partnern vorgeschlagen. Hinter dem Konzept "Switzerland 2026" steht eine Interessengemeinschaft um den Gstaader Bauingenieur Kurt Iseli, die auf eine grösstmögliche Dezentralisation setzt. Ebenfalls ein gesamtschweizerisches Projekt ("2026 - Games for our future") angemeldet hat der Bieler Fränk Hofer, der 2013 Direktor des Eidgenössischen Turnfests war.

Volksentscheide im nächsten Jahr

Die Projekte sollen nun an vier Workshops bis im Oktober verfeinert werden. Die Volksabstimmungen sollen im Frühjahr 2017 stattfinden. Ziel ist laut Swiss Olympic ein Kandidatur-Projekt "mit nationaler Strahlkraft für die Zukunft unseres Landes". Eine fertige Kandidatur soll im Herbst 2017 vorliegen. Erhält der Verband 2019 anlässlich der 132. Session des Internationalen Olympischen Komitees eine Mehrheit der Stimmen, will er die Kandidatur einreichen.

In der Schweiz sind erst zwei Mal Olympische Winterspiele veranstaltet worden. Sie fanden 1928 und 1948 in St. Moritz statt. Danach gab es im Graubünden mehrere vergebliche Anläufe für eine Wiederholung. Letztmals scheiterte eine Kandidatur im März 2013 an der Urne mit einem Nein-Anteil von knapp 53 Prozent. (sda)

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