Ortsentwicklung: Steht Verein vor dem Aus?

Um «Gemeinsam für unsere Gemeinde» steht es nicht sehr gut. Im Mai dürfte die Entscheidung um den Schwyzer Verein fallen.

Drucken
Teilen

Um den Schwyzer Ortsentwicklungsverein «Gemeinsam für unsere Gemeinde» (GfuG) steht es zurzeit nicht sehr gut. Vor zwei Monaten gab Stephan Annen sein Amt als Präsident des Vereins per sofort ab – wegen eines Misstrauensvotums des Gemeinderates. Annen erklärt, er habe sich in der Finanzkommission, deren Mitglied er damals noch war, für ein Projekt des Vereins einsetzen wollen. «Plötzlich warf mir der Gemeinderat vor, ich würde mein Amt missbrauchen», sagt Annen. Dabei sei die Vorgehensweise mit dem für das Ressort verantwortlichen Gemeinderat abgesprochen worden. Doch Annens Rücktritt bleibt nicht der einzige: An der Generalversammlung im Mai werden ihm mindestens drei weitere Vorstandsmitglieder folgen.

Gemeinderat berät Ausrichtung

Der Hauptgrund für die Rücktritte: Der Verein und der Schwyzer Gemeinderat, welcher den Vorstand jährlich mit 40 000 Franken unterstützt, sind sich uneins über die Ausrichtung von GfuG. Aus diesem Grund soll nun im Mai eine neue Strategie für den Verein definiert werden. Ein entsprechendes Dokument wurde vom Vereinsvorstand letztes Jahr ausgearbeitet und dem Gemeinderat im November zur Stellungnahme vorgelegt. Es sieht unter anderem die Schaffung einer GfuG-Geschäftsstelle vor. Der Gemeinderat will im März dem Vereinsvorstand seine Ansichten darlegen. Doch schon jetzt dürfte klar sein: Die Forderungen werden im Gemeinderat wenig Anklang finden.

opp