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OSTERSTAU: Immer mehr Autos rollen in den Süden

Am Wochenende stauten sich die Fahrzeuge vor dem Gotthard-Nordportal. Die grössten Blechlawinen stehen aber erst noch bevor. Experten geben Tipps, wie man über die Ostertage unbeschwerter Richtung Süden fahren kann.
Dieses Bild dürfte sich bald wiederholen: Osterstau auf der Gotthard-Autobahn am Karfreitag des vergangenen Jahres. (Bild: Keystone/Alexandra Wey (Wassen, 14. April 2017))

Dieses Bild dürfte sich bald wiederholen: Osterstau auf der Gotthard-Autobahn am Karfreitag des vergangenen Jahres. (Bild: Keystone/Alexandra Wey (Wassen, 14. April 2017))

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Viele Sonnenhungrige machen sich über die Ostertage auf den Weg in Richtung Süden. Auch wenn die Feiertage heuer relativ früh sind, dürften die Blechlawinen auf der Gotthard-Autobahn zu Spitzenzeiten auf einige Kilometer anwachsen. «Wer über die Ostertage mit dem Auto Richtung Süden unterwegs ist, muss genügend Zeit einplanen und darf sich nicht stressen lassen», rät Oliver Schürch, Chef der Bereitschafts- und Verkehrspolizei Uri. «Die Autofahrer müssen sich aufs Warten einstellen. Es empfiehlt sich, genügend zum Trinken im Auto dabei zu haben.» Toiletten habe es entlang der Autobahn im Kanton Uri ausreichend viele, gibt sich Schürch überzeugt. Bei der Gotthard-Raststätte, bei Amsteg, Gurtnellen sowie in Wassen gibt es öffentliche WC-Anlagen.

Jahr für Jahr sind mehr Autofahrer auf der Nord-Süd-Achse unterwegs. Die Zahlen sind eindrücklich. 81517 Fahrzeuge fuhren im vergangenen Jahr über die Ostertage via Gotthardroute in Richtung Süden. Ein Jahr zuvor waren es 69276 Autos. Das ist eine Zunahme um 12241 Fahrzeuge respektive um mehr als 17 Prozent. Der Stau stieg im vergangenen Jahr auf eine Länge von bis zu 14 Kilometern an.

Reisende fahren immer früher in den Süden

Auch in diesem Jahr werden wieder lange Autokolonnen erwartet. Bereits am vergangenen Wochenende stauten sich die Fahrzeuge auf der Gotthard-Achse auf bis zu 3 Kilometer. «Es war das erste Mal in diesem Jahr, dass wir aufgrund des grossen Verkehrsaufkommens Stau hatten», sagt Schürch. «Bisher war es vor dem Gotthardtunnel einzig zu längeren Autokolonnen gekommen, wenn wir einen Zwischenfall im Tunnel hatten.»

Ob das grosse Verkehrsaufkommen am vergangenen Wochenende bereits mit den Osterferien zusammenhängt, kann Schürch nicht sagen. «Grundsätzlich stellen wir aber fest, dass die Reisenden immer früher in Richtung Süden fahren.» Der Stau vor dem Gotthard-Nordportal verteile sich daher inzwischen auf die gesamte Woche vor Ostern. «Wer vor Ostern eine Woche Ferien macht, braucht nur vier Tage frei zu nehmen», gibt Schürch zu bedenken. In den Kolonnen stehen nicht nur Autos aus der Schweiz. «Wir stellen fest, dass immer mehr Autofahrer insbesondere aus dem Süddeutschen Raum ihre Ostertage ebenfalls im Süden verbringen.»

Ab Mittwoch wird vor dem Gotthardtunnel mit Stau gerechnet. Die nationale Verkehrsinformationszentrale der Schweiz, Viasuisse, empfiehlt denn auch, früh loszufahren: «Wer die Möglichkeit hat, am Mittwoch seine Reise anzutreten, der dürfte vor dem Gotthard-Nordportal maximal etwas mehr als eine Stunde warten müssen.» Die Statistik der vergangenen Jahre zeigt, dass der Stau nach 9 Uhr beginnt und nach 21 Uhr wieder abnimmt (siehe Grafik). In Geduld üben müssen sich vor allem jene Automobilisten, die ihre Reise am Gründonnerstag oder Karfreitag antreten. Am Gründonnerstag erwartet Viasuisse Warteschlangen vor dem Nordportal bereits ab 6 Uhr. «Der Stau dürfte dann kontinuierlich ansteigen und erst um Mitternacht wieder zurückgehen», so die Prognose von Viasuisse. Zwischen 15 und 23 Uhr könnte die Blechkolonne um die 10 Kilometer lang sein. Reisende sollten sich darauf einstellen, dass sich der Stau in der Nacht auf Karfreitag nie ganz auflösen wird. Erneut anwachsen dürfte die Kolonne am Freitag; spätestens ab 6 Uhr. Besonders starke Nerven sind zwischen 8 und 15 Uhr gefragt. Dann nämlich erwartet Viasuisse die höchste Staulänge: Die Blechlawinen dürften auf eine Länge von bis zu 14 Kilometern anwachsen, was einer Wartezeit von rund dreieinhalb Stunden entspricht.

Bis spätestens 20 Uhr sollte sich die Situation aber entspannt haben, sodass der Verkehr durch den Gotthardtunnel Richtung Süden wieder flüssig läuft. Konkret empfiehlt es sich also, am frühen Mittwoch- oder Gründonnerstagmorgen loszufahren. «Der Gotthardpass steht aufgrund der Wintersperre nicht als Alternative zur Verfügung», hält Schürch fest.

Je nach Abfahrtsort können die Autofahrer über die A 13 San Bernardino-Route, den Simplon-Pass oder durch den Grossen St. Bernhard-Tunnel ausweichen. Die A 13 San Bernardino-Route ist allerdings anfällig für Sperrungen. Nach einem Unfall oder wenn ein Auto eine Panne hat, wird der betroffene Abschnitt häufig gesperrt.

Am Ostermontag setzt die grosse Rückreisewelle ein

Kaum sind die Staus auf der Nordseite des Gotthardtunnels vorbei, beginnen sich die Autos bereits wieder vor dem Südportal zu stauen. Ab Sonntagnachmittag um zirka 14 Uhr werden vor dem Gotthard-Südportal die ersten stehenden Autokolonnen erwartet. Gemäss Viasuisse sollten Autofahrer aber nicht länger als anderthalb Stunden im Stau stehen müssen. Ab 21 Uhr dürften die Kolonnen rasant abnehmen. Den dichtesten Rückreiseverkehr prognostiziert Viasuisse für den Ostermontag. Ab 10 Uhr dürfte der Stau ansteigen und zwischen 15 und 22 Uhr die grösste Länge erreichen. In dieser Zeit werden Staulängen von bis zu 15 Kilometern erwartet. Für Reisende heisst das, mindestens vier Stunden im Auto auszuharren. Eine möglichst staufreie Fahrt Richtung Norden gelingt, wenn man am frühen Morgen startet oder erst nach 22 Uhr beim Gotthard-Südportal eintrifft.

Im Verlauf der Woche nach Ostern können sich die Autos vor dem Gotthard-Südportal immer wieder stauen. Besonders stauanfällig sind gemäss Viasuisse die Stunden zwischen 11 und 19 Uhr. Die Kolonnen dürften bis zu 8 Kilometer lang werden. Der Rückreiseverkehr könnte schwächer ausfallen als der Hinreiseverkehr, da viele nach den Ostertagen weitere Ferien anhängen und ein paar Tage später nach Hause fahren.

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