Otto Ineichen ist der Mandats-König

SVP und FDP haben die meisten Mandatsträger im neuen Nationalrat. Der Luzerner FDP-Nationalrat Otto Ineichen ist Spitzenreiter mit 27 Mandaten.

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Die meisten Mandate gemäss Handelsregister hortet FDP-Unternehmer Otto Ineichen (LU) mit 27 Sitzen in Unternehmen, Stiftungen und Verbänden. Den zweiten Rang belegt Parteikollege und Ständerat Hans Hess aus Obwalden mit 20 Mandaten, zusammen mit Kurt Fluri (FDP) aus Solothurn, wie der Wirtschaftsinformationsdienst Credita am Mittwoch mitteilte.

Schon auf Platz drei folgt der nächste Zentralschweizer: Konrad Graber mit 19 Mandaten. Der Luzerner CVP-Ständerat befindet sich in guter Gesellschaft mi Peter Spuhler (SVP, TG), Roberta Pantani (SVP, TI) und Caspar Baader (SVP, BL), die ebenfalls auf 19 Mandate kommen.

Die weiteren Spitzenpositionen der Zentralschweizer Politiker: 4. Georges Theiler (FDP, LU, 16 Mandate), 7. Gerhard Pfister (CVP, ZG, 13), 8. Ruedi Lustenberger (CVP, LU, 11.)

Folgende Zentralschweizer Parlamentarier haben gemäss der Studie kein Mandat: Der neugewählte Luzerner Grünliberale Roland Fischer sowie die ebenfalls neugewählten Peter Keller (SVP, NW) und Karl Vogler (CSP, OW).

Bürgerliche gut vernetzt

Die Mandate verteilen sich sehr ungleich auf die Parteien. Gemäss Credita zählt die SVP 233 Mandate - als Fraktion mit der Lega kommt sie auf 253 Mandate. Die FDP-Fraktion kommt auf insgesamt 198 Mandate, die CVP auf 145, die SP auf 112, die BDP auf 34, die Grünen auf 32 und die GLP auf 22 Mandate.

Wenn jedoch die Mandate pro Nationalrat betrachtet werden, so halten die FDP-Parlamentarier mit 6,6 pro Kopf am meisten Verwaltungsrats-, Stiftungsrats- oder Verbandsmandate. Der Durchschnitt in der grossen Kammer liegt bei vier Mandaten pro Kopf.

Im rot-grünen Lager führen der Grüne Luc Recordon (VD) und die Sozialdemokratin Silva Semadeni Bruderer (GR) die Liste der Mandatsträger an. Sie halten je deren acht.

Hälfte der Mandate in der Hand von 38 Politikern

Die grosse Mehrheit der Nationalrätinnen und Nationalräte hingegen halten vier Mandate und weniger. 31 sitzen in drei Gremien ein, 28 in zwei, 32 in einem Gremium und 30 Volksvertreter haben gar kein Mandat. Die Hälfte der 799 Mandate teilen sich 38 Politikerinnen und Politiker auf. 17 davon halten zehn oder mehr Mandate.

Unter den Parteipräsidenten sitzt Fulvio Pelli in den meisten Verwaltungs- und Stiftungsräten. Christophe Darbellay (CVP), Toni Brunner (SVP) und Martin Bäumle (GLP) halten je fünf Mandate, Hans Grunder von der BDP hält vier Sitze in verschiedenen Gremien, und SP- Mann Christian Levrat ist lediglich Parteipräsident und hält keine weiteren Mandate.

sda/rem