OZONWERTE: Ein schlechter Sommer – dafür weniger Ozon

Dank einem durchzogenen Sommer wurden in der Zentralschweiz im Sommer keine Spitzenbelastungen durch Ozon gemessen. Dennoch seien die Grenzwerte zu häufig überschritten worden, meldet die Zentralschweizer Umweltdirektorenkonferenz.

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Die Ozongrenzwerte wurden in der Stadt Luzern im Sommer 2008 64 Mal überschritten. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Die Ozongrenzwerte wurden in der Stadt Luzern im Sommer 2008 64 Mal überschritten. (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Die Ozonwerte bewegten sich auf einem Niveau wie 2007 - anders als in den Rekordjahren 2006 und 2003, heisst es in einer Medienmitteilung der ZUDK vom Donnerstag. Die Schwankungen bei den Messungen in dem letzten Jahren seien zu einem grossen Teil wetterbedingt.

An den acht Messstationen der Zentralschweiz wurde von März bis August der Stundenmittelgrenzwert zwischen 115 und 200 Mal überschritten. Ausnahmen von diesem Durchschnitt bilden die städtische Station Luzern mit 64 und die alpine Station Rigi- Seebodenalp mit 505 Überschreitungen.

Am häufigsten wurde der Stundenmittelgrenzwert im warmen, sonnigen und niederschlagsarmen Mai überschritten; 83 Mal in Tuggen SZ und 186 Mal auf Rigi-Seebodenalp. Deutlich weniger Überschreitungen gab es in den wechselhaften Monaten Juni und Juli. Im August wurde der Grenzwert an allen Stationen mit Ausnahme der Rigi während höchstens acht Stunden überschritten.

Trotz der vergleichsweise besseren Resultate in diesem Jahr werden die Grenzwerte laut ZUDK immer noch zu häufig überschritten. Zusätzlich Emissionsreduktionen bei den Vorläuferschadstoffen Stickstoffdioxid (NO2) und VOC (leichtflüchtige organische
Verbindungen) seien deshalb notwendig.

sda