PÄDAGOGISCHE HOCHSCHULEN: Luzern droht mit Austritt aus PHZ-Konkordat

Die drei Pädagogischen Hochschulen der Zentralschweiz können sich nicht auf ein künftiges Leistungsangebot einigen. Nun erwägt der Kanton Luzern einen Ausstieg aus dem Konkordat.

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Der Kanton Luzern erwägt einen Austritt aus dem PHZ-Konkordat. Im Bild der künftige Standort der PHZ Luzern im ehemaligen Postgebäude. (Archivbild Markus Forte/Neue LZ)

Der Kanton Luzern erwägt einen Austritt aus dem PHZ-Konkordat. Im Bild der künftige Standort der PHZ Luzern im ehemaligen Postgebäude. (Archivbild Markus Forte/Neue LZ)

Die PHZ wird seit 2002 als Verbund von drei teilautonomen Teilschulen geführt, die sich in ihrem Leistungsangebot teilweise konkurrenzieren.

Im September 2008 entstand deshalb die Idee, die drei Teilschulen der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ) zu einer einzigen Hochschule zusammenzuführen. Die drei Standorte Luzern, Goldau und Zug sollten erhalten bleiben, aber zentral geführt werden. Wie es in einer Medienmitteilung der PHZ heisst, hatte der Konkordatsrat dazu einen Vernehmlassungsbericht eingereicht.

Luzern will eine rasche Konzentration der Studiengänge
Die Auswertung der Vernehmlassung hat nun ergeben, dass zwar alle Kantone weiterhin eine regionale Zusammenarbeit in der Lehrerbildung wünschen. In der Frage des künftigen Leistungsangebots an den drei Standorten würden die Meinungen jedoch auseinander gehen: Während die Kantone Schwyz und Zug Wert darauf legen, dass auch in ihren Kantonen Grundausbildungsgänge für Lehrer angeboten werden, strebt der Kanton Luzern eine rasche Konzentration dieser Studiengänge am Standort Luzern an.

Den Vorschlag eines Vorgehens in Etappen für die Zusammelegen innerhalb der nächsten drei Jahre leht der Kanton Luzern. Er prüft nun die Kündigung des PHZ-Konkordats.

ana