PÄDAGOGISCHE HOCHSCHULEN: Luzern steigt aus dem PHZ-Konkordat aus

Der Luzerner Regierungsrat hat beschlossen, aus dem PHZ-Konkordat auszusteigen. Der Konkordatsrat ist enttäuscht.

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Die PHZ in Goldau. (Archivbild Erhard Gick/Neue SZ)

Die PHZ in Goldau. (Archivbild Erhard Gick/Neue SZ)

Der Luzerner Regierungsrat ist zum Schluss gekommen, dass sich die Zusammenarbeitsform des Konkordats nicht bewährt hat. Die Organisation der Standorte Luzern, Zug und Goldau innerhalb eines Konkordats verursache einen zu hohen Koordinationsaufwand.

Diese Energie soll in die fachliche Entwicklung der Lehrpersonenbildung fliessen. Das bestehende Konkordat soll deshalb aufgelöst werden und mit den Konkordatspartnern neue, stark vereinfachte Strukturen vereinbart werden.

Nun liegt es an Luzern
Der Konkordatsrat erwartet nun Vorschläge vom Kanton Luzern, wie die Zusammenarbeit fortgesetzt werden kann, wie einer Medienmitteilung des Konkordatsrates zu entnehmen ist. Der Konkordatsrat betont, dass der von Luzern abgelehnte Entwurf den heutigen Koordinationsaufwand deutlich reduzieren würde. Die geforderte neue Verhandlungsrunde verzögere die «dringend nötige Schaffung klarer Führungs- und Betriebsstrukturen und das Zusammenwachsen der heutigen drei Teilschulen».

Das heutige Konkordat hat eine dreijährige Kündigungsfrist. Es kann im Falle einer einseitigen Kündigung durch den Kanton Luzern frühestens im Sommer 2013 aufgehoben werden. Bis dahin ist die ordentliche Weiterführung des Studienbetriebs durch das Konkordat auf jeden Fall sichergestellt. Eine einvernehmliche Neuordnung der PHZ könnte mit Zustimmung aller Kantonsparlamente bereits früher umgesetzt werden.

ost