PALLIATIVE CARE: Ein Hospiz Zentralschweiz innert zwei Jahren

In der zweiten Jahreshälfte 2016 soll das Hospiz Zentralschweiz mit neun bis zwölf Betten eröffnet werden. Es ist auf erwachsene Personen in der letzten Lebensphase ausgerichtet und schliesst eine Versorgungslücke im Palliative Care Angebot der Zentralschweizer Kantone.

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Diese Personen sind bereit, eine Führungsaufgabe im Hospiz Zentralschweiz zu übernehmen: (von links) Dr. Med. Sibylle Jean-Petit-Matile als Hospizärztin; Christine Stutz, Dipl. Pflegefachfrau HF, als Mitglied des Leitungsteams; Hans Peter Stutz, MAS Gesundheits- & Sozialmanagement, als Geschäftsleiter; Susanne Geisler, Dipl. Pflegefachfrau HF, als Mitglied des Leitungsteams und Jutta Krippendorf, Dipl. Pflegefachfrau HF, als Mitglied des Leitungsteams. (Bild: PD)

Diese Personen sind bereit, eine Führungsaufgabe im Hospiz Zentralschweiz zu übernehmen: (von links) Dr. Med. Sibylle Jean-Petit-Matile als Hospizärztin; Christine Stutz, Dipl. Pflegefachfrau HF, als Mitglied des Leitungsteams; Hans Peter Stutz, MAS Gesundheits- & Sozialmanagement, als Geschäftsleiter; Susanne Geisler, Dipl. Pflegefachfrau HF, als Mitglied des Leitungsteams und Jutta Krippendorf, Dipl. Pflegefachfrau HF, als Mitglied des Leitungsteams. (Bild: PD)

Der Verein Palliativ Zug hat im Auftrag der Gesundheitsdirektion des Kantons Zug beim Departement Wirtschaft der Hochschule Luzern eine Machbarkeitsstudie für ein Hospiz in der Zentralschweiz in Auftrag gegeben. Die Studie kommt zu folgendem Schluss: «Das geplante Hospiz Zentralschweiz soll auf erwachsene Personen ab 18 Jahren ausgerichtet werden. Aufgrund der Bedarfsanalyse ist dabei von einem Bedarf von neun bis zwölf Hospiz-Betten auszugehen.

Das zukünftige Hospiz wird dabei eine Lücke im Angebot von Palliative Care-Leistungen zugunsten Erwachsener abdecken können, die nicht mehr über ein eigenes, tragfähiges häusliches Umfeld verfügen, um den letzten Lebensabschnitt zuhause verbringen zu können.»

Gemeinnützige Stiftung geplant

Im Frühling 2015 soll die gemeinnützige Stiftung Hospiz Zentralschweiz gegründet werden, um ein Hospiz in der Region als «sozialmedizinische Institution mit Palliative-Care-Auftrag» aufzubauen und zu betreiben. Sterbenden, die älter als 18 Jahre sind, soll eine würdige Gestaltung des letzten Lebensabschnittes durch eine liebevolle und individuelle Begleitung und Betreuung ermöglicht werden. Auch Angehörige und Freunde sollen einbezogen werden. Das Hospiz nimmt Patienten jeder sozialen Herkunft und Glaubensrichtung auf. Es will auch die Aus- und Weiterbildung von freiwilligen Hospiz-Helferinnen und Helfern gefördert werden.

Bis Frühling 2015 soll ein Stiftungskapital aufgebaut werden, das die baulichen und infrastrukturellen Voraussetzungen für den Hospizbetrieb ab 2016 an finanzieren kann. Per Ende Juni 2014 sind bereits folgende Mitglieder des Stiftungsrates nominiert:

  • Alois Birbaumer, Luzern, Präsident Förderverein Hospiz Zentralschweiz
  • Peter Frigo, Steinhausen, Unternehmer und Präsident von Palliativ Zug
  • Roland Kunz, Chefarzt Spital Affoltern, FMH für allgemeine Innere Medizin, speziell Geriatrie, Palliativmedizin; Co-Präsident der nationalen Organisation palliative.ch bis 2012

Der gemeinnützige Förderverein Hospiz Zentralschweiz wurde am 2. Juni 2014 gegründet. Er ist Teil der Organisation Stiftung Hospiz Zentralschweiz. Diese Dachorganisation ist fest entschlossen, das Hospiz Zentralschweiz im zweiten Halbjahr 2016 zu eröffnen. Der Förderverein wird im Handelsregister des Kantons Luzern eingetragen. Mit den Geldern des Fördervereins sollen die nicht gedeckten Betreuungskosten übernommen und ein Fonds für «letzte Wünsche» aufgebaut werden.

pd/zim

HINWEIS
Broschüre über die Entwicklung Hospiz Zentralschweiz

Verein Entwicklung Hospiz Zentralschweiz

pd. Im Februar 2014 entstand eine Organisation mit dem Ziel, das erste Hospiz in der Zentralschweiz zu verwirklichen, der Verein Entwicklung Hospiz Zentralschweiz. Gründungsmitglieder sind der Verein Palliativ Zug mit Peter Frigo als Präsident und Birgit Hermes als Geschäftsstellenleiterin, eine Luzerner Gruppe privater Initianten, bestehend aus der Megger Ärztin Sibylle Jean-Petit-Matile, den Pflegefachfrauen Susanne Geisler, Jutta Krippendorf und Christine Stutz, sowie dem Projektleiter Hans Peter Stutz.