Personalnot: Spitäler warnen

Spitaldirektoren schlagen Alarm. Sie befürchten, dass wegen Personalmangels bald ganze Abteilungen dichtmachen müssen.

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Urs Baumberger, Direktor des Kantonsspitals Nidwalden, setzt sich für mehr Ausbildungsplätze in Spitälern ein. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Urs Baumberger, Direktor des Kantonsspitals Nidwalden, setzt sich für mehr Ausbildungsplätze in Spitälern ein. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Zentralschweizer Spitäler kämpfen mit Personalmangel. Besonders Spezialkräfte in den Abteilungen Notfall, Operations- und Intensivpflege sind betroffen. Deshalb fordern Spitaldirektoren wie Urs Baumberger, Direktor des Kantonsspitals Nidwalden, dass jetzt dringend gehandelt werden muss. «In einigen Jahren werden manche Abteilungen in Spitälern wegen fehlenden Personals schliessen müssen. Vielleicht kommt es sogar in der Schweiz zur Schliessung ganzer Spitäler», ist Baumberger überzeugt. Er sagt: «Jetzt muss etwas gehen.»

Personal muss Zusatzdienst leisten

Auch das Luzerner Kantonsspital hat den Personalengpass bereits zu spüren bekommen. «Unser Personal musste flexibel sein und Zusatzdienste leisten», sagt Hans-Rudolf Meier, Personalleiter des Luzerner Kantonsspitals.

80 Vakanzen in Zürich

Der Personalmangel in Spitälern ist in der Schweiz ein generelles Problem. So kommt es zum Beispiel im Berner Inselspitals vor, dass nicht alle rund 1000 Betten wegen fehlender Arbeitskräfte belegt werden können. Beim Universitätsspital Zürich bestehen in der Pflege momentan rund 80 Vakanzen.
Die Spitäler wollen nun die Politik in die Pflicht nehmen.

Andreas Bättig / Zentralschweiz am Sonntag

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