PFÄFFIKON: Familie auf der Suche nach ausgebüxtem Ilja

An Plakatwänden und in Einkaufszentren hängen Plakate. Sie zeigen das Konterfei eines 17-jährigen Jungen: Ilja Neuenschwander aus Pfäffikon.

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Ein von der Familie aufgehängter Anschlag bei einem Geschäft. (Bild Neue SZ)

Ein von der Familie aufgehängter Anschlag bei einem Geschäft. (Bild Neue SZ)

Seit letztem Freitag ist Ilja nicht mehr nach Hause gekommen. Seine Familie sucht nach ihm. Sie hat Plakate aufgehängt – unter anderem in Rapperswil-Jona. Die Sache sei nicht mit dem Fall Lucie zu vergleichen, sagt Florian Grossmann, Pressesprecher der Kantonspolizei Schwyz. Eine Entführung beziehungsweise ein Gewaltverbrechen könne so gut wie ausgeschlossen werden. Es gebe Lebenszeichen von Ilja: Der Junge wurde gesehen, wolle aber offensichtlich nicht nach Hause zurück.

In einem solchen oder ähnlichen Fall verzichte die Polizei normalerweise auf eine gross angelegte Suchaktion. Die Plakate seien auf Initiative der Familie aufgehängt worden. Anders sei die Ausgangslage im Fall Lucie gewesen. Einen Tag nach ihrem Verschwinden aus Lachen, wo das welsche Mädchen als Au-pair arbeitete, hat die Kapo Schwyz eine Grossfahndung in die Wege geleitet. Bei Lucie habe man ein Verbrechen befürchten müssen, begründet Grossmann das unterschiedliche Vorgehen.

red

HINWEIS
Personen, die Angaben zum Aufenthaltsort von Ilja Neuenschwander machen können, werden gebeten, die Polizei zu kontaktieren (Tel. 117).